Mittwoch, 4. Januar 2012

Sonne am 4.1.2012

Geschafft: Nach drei sturmumtosten und regenreichen Tagen riß die dichte Bewölkung über Hamburg für wenige Augenblicke auf. Dem aktuellen Sturmgebiet sei Dank, war endlich mein erster Blick auf die Sonne im neuen Jahr möglich.

Leider war am Ende die Wolkenlücke zu kurz, um neben dem Weißlicht auch im H-Alpha beobachten zu können, aber für die erste Relativzahl in 2012 reichte es aus. Dabei hatte die Sonne zunächst Schwierigkeiten, aus den Wolkenschichten herauszutreten, denn im Fernrohr konnte nur ein Teil der Sonne, nochdazu stark verschleiert, beobachtet werden, ein Teil blieb hinter Wollen. Dann hatte die Quälerei aber ein Ende und die Wolken gaben die Sonne völlig frei.

Gegenüber meiner letzten Beobachtung vom 31.12.2011 war keine wesentliche Steigerung der Sonnenaktivität zu spüren. Beim Zählen bin ich auf 6 Fleckengruppen gekommen: D14, H3, J1, C6, B7 und B9. Für sich genommen durchaus interessanten Gruppen, doch die 5 Penumbren sahen wenig spektakulär aus und auch sonst wirkte die Sonne eher bieder, ohne herausragende Merkmale für eine drastisch ansteigende Sonnenaktivität, wie es 2012-Jünger so gerne prognostizieren.

Und gerade, wo ich hier so über mein iPad gebeugt sitze, schiebt sich wieder eine Wolkenlücke heran, leider reicht sie noch nicht so tief, um auch die Sonne zu erreichen.

Oh ja, oder doch lieber nicht? Eine wolkenverschleierte Sonne sieht auch im H-Alpha nicht besser aus als im Weißlicht ...

In den Wolken zeichnen sich immer leichte Regenbogenfarben ab, doch die Sonne war nur für Sekunden ohne Bewölkung, darin konnte ich drei größere Protuberanzgebiete am Ostrand sehen.

Ein paar Minuten war die Sonne nun frei von Wolken. Und ich konnte auch heuer wieder eine H-Alpha-Relativzahl ermitteln. 22 Herde (Protuberanzen, Filamente und Plages) konnte ich zählen. Aber nun, wo der Himmel fast völlig aufgeklart ist, wandert die Sonne geradewegs hinter das nächste Haus und entschwindet für heute meinen Blicken.

Kommentare:

  1. Hier regnets vorm Büro...wo hast Du denn die Sonne gesehen? :-)

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  2. Ich wohne in Wandsbek und habe von zu Hause aus beobachtet, ab ca. 12:30 Uhr lockerte sich die Wolkendecke und ich konnte die beschriebenen Beobachtungen machen. Später zog es wieder zu. Der Himmel war aber nur abschnittsweise wirklich klar, die meiste Zeit war er verschleimt, aber für die Relativzahlen reichte es. Viele Grüße Manfred

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