Dienstag, 14. Februar 2012

Sonne am 1.2.2012

Nach fast zwei Wochen gab es endlich mal wieder einen Himmel, den man für eine Sonnenbeobachtung nutzen konnte. Allerdings waren die Beobachtungsbedingungen – typisch für den Winter – sehr schlecht. Die Luft war sehr unruhig, die Außentemperaturen niedrig, der Sonnenrand waberte stark und gab Einzelheiten der Sonnenoberfläche oft nur für Sekunden frei. Mit sehr viel Mühe sah ich eine H-Gruppe mit einem Fleck, eine D mit 6 oder 8 Flecken sowie zwei A-Gruppen, die am Westrand mitten in einem Fackelfeld standen und eine B-Gruppe im Süden. Unweit davon gab es noch eine kleine B-Gruppe.

Aufgrund des miserablen Seeings, das auch ein Scharfstellen nahezu unmöglich machte, war dann auch erst mal keine H-Alpha-Beobachung möglich. Man sah deutlich, wie das Seeing zwischen Schärfe und Unschärfe hin und her sprang. Bei so einer Situation ist jeder Versuch vergebens, dem Seeing hinterher zu fokussieren.

Ein wenig später hatte sich das Seeing ein wenig beruhigt, sodass man auch im H-Alpha beobachten konnte. Ich kam beim Zählen auf 15 Aktivitätsgebiete: 7 Protuberanzen, 5 kleinere Filamente und 3 Plages, aus denen, zumindest theoretisch, bei einer Zunahme der magnetischen Aktivität in diesem Gebiet Flares und CMEs entstehen können. Mit M- oer gar X-Flares ist bei dieser Sachlage momentan aber nicht zu rechnen.

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