Dienstag, 14. Februar 2012

Sonne am 3.2.2012

Die Zeit für eine vernünftige Sonnenbeobachtung war an diesem Tage extrem knapp, zu dem Zeitpunkt, als ich nach Hause kam, stand die Sonne links vom meinem gegenüber liegenden Hochhaus und wurde überdies von einer (nur dort befindlichen) Wolkenbank bedeckt.

Es wurde zu einem Nerven aufreibenden Spiel. Würde sich die Sonne vor Erreichen des Hauses noch einmal in voller Pracht zeigen, oder würde es – wie so oft – erst klar werden, wenn sie, für mich unerreichbar, dahinter stand? Hektik und bange Blicke zum Himmel bestimmten das Bild und als sich die Sonne immer noch nicht zeigte, war klar, dass ich die H-Alpha-Beobachtung schon mal getrost von meinem Beobachtungsplan streichen konnte.

Dann war es aber doch soweit, die Sonne stand nur noch knapp den eigenen Durchmesser von der Hausmauer entfernt, die sich durch die Wärmeausstrahlung unangenehm bemerkbar machte. Dennoch offenbarte sich für kurze Zeit die im Augenblick wieder sehr niedrige Sonnenaktivität im Weißlicht. In meinem kleinen 80/400er – Refraktor sehe ich lediglich eine C-Gruppe mit 9 und eine D mit 8 Flecken (mehr geschätzt als gezählt). Das ist insofern erstaunlich, weil man doch damit gerechnet hatte, dass drei Jahre nach dem Minimum die Aktivität nun endlich wieder kräftiger ansteigen würde. Aber anscheinend ist das Gegenteil der Fall. Die Aktivität scheint wieder zusammengebrochen zu sein, was allerdings bei Anstieg nach dem Minimum immer wieder mal vorkommt.

Um 15:23 MEZ musste ich dann wegen des Hochhauses meine ohnehin abgeschlossene Weißlichtbeobachtung abschließen. Zu einer Beobachtung mit dem PST im H-Alpha kam es nicht mehr, obwohl das Wetter es zugelassen hätte …

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