Dienstag, 6. März 2012

Sonne am 03.03.2012

Die erste Beobachtung nach gut einer Woche und die erste nach meteorologischem Frühlingsanfang: Im Osten stauen sich mal wieder Wolken und allgemeiner Wolkenschleim vor der Sonne – während der Resthimmel völlig klar ist. Das Seeing war eher durchschnittlich bis schlecht. Dennoch konnte ich alle fünf Gruppen, die auch das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe auf seiner Zeichnung vermerkt hat, auffinden: J1, B4, H6 A1 und C4. Am interessantesten war dabei ein dicker Fleck, der um den Ostrand herumkam. Ich klassifizierte sie zunächst mal als H-Gruppe mit 6 Flecken – auch in dem Bewusstsein, dass sich schon am nächsten Tag diese Einstufung ändern konnte, wenn man mehr von ihr sah, als das, was gerade der Rand offenbarte. Ihre Größe ließ auf eine höhere Aktivität im Hα hoffen und auch auf einige Ausbrüche, in deren Folge man (hoffentlich) Polarlichter sehen konnte. Zu diesem frühen Zeitpunkt am Vormittag war an eine Hα-Beobachtung nicht mal annähernd zu denken, da das Seeing immer schlechter wurde.

Erst am Nachmittag, als die Sonne im Südwesten stand, klarte es wieder auf. Das erste, was auffiel war eine dicke, fette Protuberanz an der Stelle, wo heute die H-Gruppe erschienen war. Insgesamt fand ich 6 Protuberanzen – die aber zumeist eher recht bescheiden waren -, 11, zumeist sehr kleine, Filamente und 4 Plages.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen