Freitag, 23. März 2012

Sonne am 22.03.2012

Wieder waren zwei Tage ohne eine Sonnenbeobachtung vergangen. Im Wetterbericht war zwar für die ganze Woche Sonnenschein angekündigt worden, doch die Wolkendecke riss erst wieder am Abend des 21. März auf, als ich nach einem Besuch eines Vortrages auf der Bergedorfer Sternwarte über den großen Hamburger Schmidtspiegel ins Freie trat. Hier paarte sich ein sehr klarer Himmel (vermutlich aber mit schlechtem Seeing) und erstmals richtig warmen Außentemperaturen, diese fielen aber im Laufe der Nacht auf fast 0° ab. Die Folge: Der 22. begann mit dickem Nebel, der sich erst im Laufe des Vormittags lichtete. Danach wurde es aber sehr sonnig und nach Feierabend konnte ich entspannt die Sonne beobachten.

Doch die Aktivität war enttäuschend: Die größte Gruppe war eine unipolare J-Gruppe, gefolgt von einer noch recht gut sichtbaren B-Gruppe mit 6 Einzelflecken. Mit sehr viel Mühe und großer Not kann man zwei A-Gruppen am westlichen und eine am östlichen Sonnenrand stehend beobachten. Darüber hinaus gab es 6 Fackelgebiete mehr oder weniger deutlich zu sehen.

Dieses Mal war das Geschehen im Lichte der Wasserstofflinie H-Alpha nicht wesentlich besser. Auch hier fiel die niedrige Sonnenaktivität förmlich ins Auge. Insgesamt zählte ich 11 Protuberanzenherde, von denen nur eine im Süden und eine im Südosten wirklich interessant waren. Erstere erhob sich nahezu senkrecht über dem Sonnenrand, während die andere eher einen pyramidenförmigen Aufbau hatte. Hinzu kamen noch zwei helle Gebiete und 14 relativ kleine und fast unscheinbare Filamente. Schade, hat man mal gute Beobachtungsbedingungen, keine Wolken und dann ist die Sonnenaktivität ausgesprochen gering.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen