Montag, 10. September 2012

Sonne am 10.09.2012

Die Sonnenaktivität kann man derzeit nur als moderat bezeichnen. Von den Vorhersagen, dass im kommenden Frühjahr mit dem Maximum zu rechnen sei, ist in der Realität nicht viel zu spüren. Gerade mal 5 Fleckengruppen der Waldmeierklassen D und J können im Fernrohr bei mittlerer Vergrößerung sehen. Zumindest scheint sich zu bestätigen, dass das kommende Maximum deutlich niedriger ausfallen wird, als man noch vor drei bis vier Jahren erwartete, dass der 24. Fleckenzyklus um einiges höher ausfallen wird, als der vorangegangene 23. Weit gefehlt, denn das lange und tiefe Minimum und der nur schleppende Wiederbeginn danach lassen nur den Schluß zu, dass der laufende Zyklus einer der niedrigsten seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert sein wird.

Überdies krankte die heutige Beobachtung vor allem an den Wolkenfeldern, die fast den ganzen Himmel bedecken und nur äußerst mühsam vom Fleck kommen. Schon die Relativzahlbestimmung litt arg unter dem leicht schleimigen Himmel. Und als sich endlich eine Wolkenlücke ergab, die etwas größer war und ihren Namen auch verdiente, stand die Sonne hinter einem meiner Bäume ... ergo: Wieder keine vollständige H-Alpha-Beobachtung.

Zunächst, den zwei Stunden später, als die Sonne sich anschickte, die Baumreihe am Horizont zu streifen und es lt. Wetterbericht regnen und gewittern sollte ... war der Himmel völlig aufgeklart und ich konnte mit meinem PST schnell noch mal die H-Alpha-Sonne begutachten.

Auch hier war die Aktivität erschreckend gering, ganze 9 Protuberanzen und gerade mal 7 Filamente, von denen eine sinusförmige Erscheinung noch die auffälligste war. Zusammen mit vier hellen Flaregebieten kam ich so auf eine H-Aplha-Relativzahl von 200. Da hatte ich schon höhere Ergebnisse ...


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