Sonntag, 16. September 2012

Sonne am 16.09.2012

Sonnenbeobachtungen am frühen Morgen können den Vorteil haben, dass man auf noch eine vergleichsweise ruhige Luft trifft, bevor die allgemeine Thermik einsetzt, wenn die Sonne die Atmosphäre erwärmt. Die Wolken, die gestern noch weitestgehend eine Beobachtung verhindert haben, lösten sich bei Sonnenaufgang auf, zurück blieb ein leicht dunstiger Himmel. Eigentlich allerbeste Voraussetzungen, wenn der Dunst nicht solche Ausmaße annehmen würde, dass im Fernrohr zwar der Sonnenrand relativ ruhig erschien, aber kaum Einzelheiten auf der Sonnenoberfläche auszumachen waren. 

Schwächere Einzelflecken, wie die am Westrand stehende AR 11566, waren überhaupt nicht mehr zu sehen und auch die AR 11571 nur schwerlich als C-Gruppe zu erkennen. So komme ich heute - im Gegensatz etwa zur NOAA, oder der Kanzelhöhe - auf nur noch drei Gruppen, die zu dem Gebilde in der Sonnenscheibenmitte gehören. Hier sehen beide die AR 11569 als E-Gruppe an, ich erkenne aber beispielsweise zwischen dem voranschreitenden Teil der Fleckengruppe und dem in der Mitte keine Verbindung, auch gibt es unterschiedliche Neigungen der Fleckenachse, so dass ich hier drei Gruppen aufgeschrieben habe.

Im H-Alpha schlugen die schlechten Bedingungen voll durch und so sah ich das chromosphärische Netzwerk überhaupt nicht mehr und nur noch neun Protuberanzen, acht Filamente und drei hellere Flaregebiete. Ein Vergleich mit dem Bild des GONG-Netzwerks aber zeigt mir, dass ich da gar nicht so weit daneben liege, da es heute in der Tat nur sehr wenig in der Chromosphäre zu sehen gibt.

PS: Bei einer Nachbeobachtung fand ich nachträglich doch die A-Gruppe, randnah und mitten in einem Fackelgebiet stehend. Und auch das PST konnte ich noch mal einsetzen, aber trotz der schlechten Bedingungen am Morgen habe ich alle Erscheinungen erfasst, nur dass sie jetzt viel deutlicher zu sehen waren nd man auch das chromosphärische Netzwerk klar sehen konnte.

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