Freitag, 28. September 2012

Sonne am 28.09.2012

Nach zwei Ausfalltagen ohne die geringste Chance auf eine Beobachtung - der Regen hatte die Stadt mal wieder voll im Griff - riss am Nachmittag die Bewölkung teilweise auf und gab den Blick auf die Sonne frei. Allerdings - wie sollte es nach Murphys Gesetz auch anders sein -, als sie hinter dem Hochhaus gegenüber stand. Auf den Boden konnte ich niicht mehr ausweichen, weil die Sonne schon zu tief stand.

Kurz vor dem Ende der heutigen Sichtbarkeit erreichte ihr Licht dann endlich mein Teleskop und es begann die Jagd nach Wolkenlücken. Teleskop aufgebaut, Sonne weg, Teleskop weg, Sonne wieder da. Irgendwann schaffte ich es dann doch fünf der insgesamt lt. dem Sonnenobservatorium Kanzelhöhe sieben sichtbaren Fleckengruppen bei recht gutem Seeing (Ruhe und Schärfe 2) zu finden: eine B8, eine C6, eine D5 und zwei H mit jeweils einem Fleck.

Nach dem Vergleich mit der Zeichnung der Kanzelhöhe - die ich mir immer nach meiner eigenen Beobachtung anschaue -, war keine Kontrollbeobachtung mehr möglich, denn die Sonne stand mittlerweile so tief im horizontnnahen Dunst, dass sie im Okular schon eher wie ein abgeplatteter Jupiter mit zahlreichen dunklen Streifen aussah: die Refraktion der Erdatmosphäre hatte zu der scheinbaren Form der Sonne geführt. Kurze Zeit später versank sie hinter den Bäumen und war damit nicht mehr zu beobachten. Somit entfiel auch heute wieder die H-Alpha-Beobachtung mit dem PST.

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