Montag, 1. Oktober 2012

Sonne am 01.10.2012

Einen strahlend blauen Himmel über Hamburg hatte man in diesem Jahr nicht so oft, dafür aber am heutigen 1. Oktober. Allerdings musste ich - durch jahreszeitlich bedingtem tieferen Sonnenstand und immer frühere Sonnenuntergänge - bis etwa 17:20 Uhr warten, bis unser Tagesgestirn neben meinem Hochhaus in Richtung Westen herauskam. Das wird noch etwa zwei Wochen so gut gehen, dann geht es vom Hochhaus direkt hinter die Bäume und irgendwann Ende des Monats geht man im Dunkeln zur Arbeit und kommt im Dunkeln wieder. Noch profitiere ich ein wenig von der Sommerzeit, doch wenn die am letzten Sonntag im Oktober zu Ende geht, kann ich nur noch am Wochenende beobachten und Mitte Dezember das dann oft auch nicht mehr.

Immerhin gelang mir heute eine Beobachtung, allerdings zogen ständig leichter Wolkenschleim durch und verhinderte eine wirklich gute Sichtung auf die Flecken im Weißlicht. Da aber gab es gegenüber gestern nicht wirklich viel Neues zu sehen: Es sind weiter nur fünf Gruppen auf der Sonne, eine war am Westrand wegrotiert, dafür ist eine neue C-Gruppe hinter den beiden H-Gruppen entstanden. Die dort noch vorhandenen Regionen waren bei "Wabbelseeing" und "pumpender Oberfläche" nur schwer auszumachen, aber grenzertig sichtbar.

Schlimmer noch war es im H-Alpha: Das PST zeigte nur eine Matschsonne und man konnte zunächst überhaupt nicht scharfstellen, eine Protuberanz oder ein Filament erkennen. Je tiefer die Sonne sank, desto mehr schob sich eine Wolkenzunge davor, die Sonne immer knapp drin - der "Resthimmel" war stellenweise völlig wolkenlos. Dann aber zeigte sich eine Lücke in der "Zunge" und für etwa zwei Minuten verbesserte sich schlagartig das Bild im PST. Die beiden großen Protuberanzen, die ich gestern Mittag noch sehen konnte, waren nicht mehr vorhanden. Sieben Protuberanzen, sieben Filamente (zwei davon groß und mit geschwungenen Bögen) und sechs Flaregebiete, das war die Bilanz des heutigen Tages.

Wann die nächste Sonnenbeobachtung möglich sein wird, bleibt abzuwarten, denn nun soll es erstmal wieder regnerisch und stürmisch werden, wie so oft, wenn ich am 1. Oktober beobachten kann. Dem folgen dann meist viele Ausfalltage.

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