Mittwoch, 3. Oktober 2012

Sonne am 03.10.2012

Im Herbst und Winter im Norden die Sonne beobachten zu wollen, ist schon sehr anspruchsvoll, wie ich heute wieder erleben durfte. Aus Richtung Südwesten kamen mehrere wolkenfreie Gebiete in der ansonsten geschlossenen Wolkendecke heran. Doch fast jedes Mal, wenn dieser Bereich die Sonne erreichte, gingen sie entweder an ihr vorbei oder andere Wolkenschichten bemühten sich rasch, die Lücke zu schließen.

Das passierte heute schon ein paar Mal sehr erfolgreich. So wurde aus vermeintlich großen, wolkenfreien Streifen, meist nur ein winzige "Löchlein", das den falschen Kurs nahm. Bei der ersten großen Lücke hatte ich meinen 80/400er-Refraktor aufgebaut und als ich damit fertig war und das Instrument auf die Sonne ausrichten wollte, war alles zu. Aber es kündigten sich weitere Wolkenlücken an, sodass ich das nur grob ausgerichtete Teleskop auf der Fensterbank stehen ließ. Eine richtig große Lücke kündigte sich wenige Minuten später an und als ich durch langsam dünner werdenden Wolkenschleim die Sonne beobachtete, musste ich feststellen, dass dieser sich rasend schnell ausbreitete und sich der breite Wolkenstreifen abermals schloss, danach kamen nur noch dicke, dunkle Wolken. 

Dennoch konnte ich in dem Wolkenschleier die vier Gruppe sehen, die heute auch vom Sonnenobservatorium Kanzelhöhe erfasst wurden. Allerdings ist meine Klassifikation eine leicht andere: neben zwei H-Gruppen sah ich eine B und eine randnahe C in einem größeren Fackelfeld.

Damit war auch schon binnen einer gefühlten Minute die Gelegenheit zur Beobachtung auch schon wieder vorbei. Selbstredend, dass dabei das PST nicht mehr zum Einsatz kam.

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