Sonntag, 11. November 2012

Sonne am 11.11.2012

Stress am Sonntagmorgen: Am Himmel über Hamburg zeigte sich ein teilweise wolkenloser Himmel, also baute ich meinen kleinen Refraktor auf der Fensterbank im Wohnzimmer auf. Nach zwei Wochen ohne die geringste Chance auf eine Sonnenbeobachtung - auch gestern war der Himmel immer dann wolkenfrei, wenn die Sonne unerreichbar hinter Häusern, Bäumen oder Wolken stand - stiegen meine Hoffnung, auch endlich mal wieder die Sonne zu beobachten und am Ende nicht ganz ohne etwas dazustehen.

Kaum hatte ich das Teleskop aufgebaut, kroch auch schon die Sonne über dem Dachfirst des Nachbarhauses hoch, ich sah schon einen Teil unserees Tagesgestirns und immerhin ein größeres Fackelgebiet, als wieder die Wolken kamen. Es dauerte nicht mehr lange, dann stand die Sonne ganz über dem Haus ... und hinter dem ersten Baum. Leichter Wind wischte die dünnen Äste leicht beiseite und so konnte ich doch noch sechs Gruppen sehen: zwei J, zwei D, eine A und eine H ganz dicht am Sonnenrand. Für Detailbeobachtungen blieb keine Zeit, denn die Sonne kam hinter dem Baum heraus und gleich zog es wieder zu. Unter diesem Umständen war eine H-Alpha-Beobachtung natürlich nicht mehr möglich, zumal die Sonne just im Moment hinter der Hauskante verschwand. das kleine Beobachtungsfenster hatte sich geschlossen und die Wolken wurden wieder dünner ...

Nachtrag: Dieses Mal blieb der Himmel am Mittag auch noch klar, als die Sonne nicht mehr hinter Hindernissen stand, allerdings störten nun Cirren die Beobachtung, weswegen eine H-Alpha-Beobachtung ziemlich schwierig war. Neben 11 Protuberanzen und 8 Filamenten sah ich 5 helle Flaregebiete. Aber auch hier musste ich mich beeilen, denn durchziehende fette Wolken unterbrachen immer wieder die Beobachtung, es bildeten sich zwei Nebensonnen und ein Teil des oberen Zirkumzenitalbogens. Die Sicht wurde erst besser, der Himmel deutlich blauer, als die Sonne hinter dem Hochhaus stand ...




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