Dienstag, 11. Dezember 2012

Sonne am 07.12.2012

Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung, die etliche Nebenwirkungen nach sich zog, komme ich erst heute zu meinem Bericht vom 7. Dezember 2012. Die Beobachtung an dem Tag war wieder geprägt von einem sehr dichten Zeitfenster, denn ich kann am frühen Nachmittag, wenn die Sonne zwischen zwei Hochhäusern steht, nur etwa für 15 Minuten beobachten, bis sie hinter Bäumen verschwindet. Eine elende Quälerei ...

Da ich an diesem Tage abends noch zwei Führungen auf der Bergedorfer Sternwarte vor mir hatte, hatte ich etwas früher Feierabend gemacht und kam so in den Genuss meiner ersten Sonnenbeobachtung im Dezember.

Doch ganz so einfach wie gedacht, war es wieder nicht, denn das Seeing war grausig, zeitweise wallte der Sonnenrand so heftig, dass man wandernde Zacken und Wellen sehen konnte, die über ihre Oberfläche dahinzuziehen schienen. Die allerschlimmsten Beobachtungsbedingungen, aber der Winter ist nun mal nicht die Zeit für Sonnenbeobachter.

Dennoch gelang es mir, drei Fleckengruppen, eine A1, eine B2 und eine H1 sowie drei kleine Fackelgebiete zu sehen. Wobei man das Sehen auch in Frage stellen konnte, denn das Seeinggeblubber war so intensiv, dass gerade bei der H-Gruppe oftmals keine Trennung zwischen Umbra und Penumbra mehr möglich war. Natürlich zog dann ausgerechnet in dem engen Zeitfenster auch noch eine Wolkenschicht durch und als diese weg war, stand die Sonne hinter Bäumen. Daher war auch an diesem Tage leider keine H-Alpha-Beobachtung mehr möglich.

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