Sonntag, 13. Januar 2013

Die Sonne im Dezember 2012


Achtung: Niemals ungeschützt in die Sonne blicken, es drohen Augenschäden!)

Am Gesamtbild einer eher geringen bis maximal durchschnittlichen Sonnenaktivität änderte sich auch im Weihnachtsmonat nicht viel. Nur vier Gruppen waren am 1. des Monats zu sehen, darunter mit der AR 11620 nur noch eine E-Gruppe, die tags darauf um den Westrand herum rotiert war, sodass die Zahl der Flecken auf nunmehr drei zurückging. 

Am 4. kam mit der AR 11626 eine J-Gruppe hinzu. Es änderte sich in den kommenden Tagen nicht viel an der äußerst schwachen Sonnenaktivität, kleinere Gruppen kamen und vergingen alsbald wieder. Mit dem Auftauchen der auf der Nordhalbkugel fast parallel zueinander laufenden Aktivitätsgebiete 11629 und 11630, die sich ab dem 9., bzw. 10. zeigten und am 11. die beiden einzigen Fleckengruppen auf der Sonne waren, waren zwei flächenmäßig etwas größere Aktivitätsgebiete zu verfolgen. 

Begleitet wurden sie noch von einer – bei der NOAA nicht verzeichneten – A-Gruppe. Am 12. stießen drei weitere Gruppen von geringer Größe hinzu. Einen Tag später zog die Fleckenmenge kurzfristig durch eine höhere Zahl an A- und B-Gruppen (die von der NOAA nicht erfasst worden waren) an, um sich am 14. bereits wieder zu halbieren. 

Am 16. bot sich dem Beobachter ein besonderes Bild: Am Westrand standen drei, am Ostrand zwei Gruppen und die Sonnenscheibenmitte war fleckenfrei. Hier wurde vor allem die AR 11633 entwickelte sich sehr schnell zu einer E-Gruppe. Dafür verschwanden in ihrem Umfeld alle weiteren Gruppen, sodass man vom 21. bis 26. nur noch drei Fleckengebiete zählen konnte. Von diesen drei wurde die AR 11635 vom 21.-23. von der NOAA ebenfalls als E-Gruppe gerechnet, was sich aber anhand der Zeichnungen des Sonnenobservatoriums Kanzelhöhe keineswegs belegen lässt. Hiernach wurde lediglich die Stufe D erreicht. 

Ab dem 27. nahm die Zahl der Gruppen wieder leicht zu, sie gehörten aber nur den Waldmeierklassen A, C und H an. Am 29. stieg die Zahl der A- und B-Flecken weiter an, die binnen eines Tages die Klasse C erreichten. Am letzten Tag des Jahres konnten dann sieben Aktivitätsgebiete gezählt werden.


Im H-Alpha war die Sonne ähnlich passiv wie im Weißlicht. Neben den unvermeidlichen kleinen Protuberanzen konnten im Dezember kaum nennenswerte Ausbrüche – es gab nur Flares der Klassen b und c - registriert werden. Der erste größere koronale Massenauswurf erfolgte am 6. Etwa zwischen 00:30 und 4:00 UT, wobei hier eine eruptive Protuberanz der Auslöser war. Während die beiden Aktiven Regionen 11633 und 11635 im H-Alpha erstaunlich inaktiv blieben und maximal ein paar c-class-Flares hervorbrachten, war es am 27. ein 10° langes eruptives Filament, das zwischen 19:39 UT und 23:09 UT aufstieg und danach einen leichten CME erzeugte. Ansonsten war die H-Alpha-Tätigkeit im Dezember ausgesprochen niedrig. So wurden in diesem Monat lediglich 39 Subflares im H-Alpha- und 39 Flares im Röntgenlicht beobachtet werden.





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