Dienstag, 5. März 2013

Die Sonne im Februar 2013

Achtung: Niemals ungeschützt in die Sonne blicken, es drohen Augenschäden!)

Das ausnehmend schlechte Wetter im Februar verhinderte bei vielen Beobachtern im Norden den Blick auf die Sonne. Viel versäumt haben sie dabei indes nicht, denn gegenüber dem Januar haben sich die Relativzahlen glatt halbiert. Der Aktivitätsschub vom Vormonat wiederholte sich nicht und die höchsten Waldmeierklassen E und F wurden auch nicht mehr erreicht. Im ganzen Monat kamen die Relativzahlen der Vergleichsreihe des S.I.D.C. nicht über 68,0 (am 18.) hinaus und wurden vorwiegend durch eine Vielzahl kleinerer Gruppen der Waldmeierklasse A bis C, H und J gebildet. Selbst die D-Gruppen traten vergleichsweise selten auf, was auch das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe beklagt.
Um den 20. herum waren maximal 7 Fleckengruppen zu sehen, in den Tagen zuvor lag diese Zahl oft nur bei 2 und 3! Im Februar gab es insgesamt nur 21 neue Fleckengruppen.
Im H-Alpha fiel die Sonnenaktivität noch geringer aus als im Weißlicht. Abgesehen von einer geringeren Zahl von immer vorhandenen Protuberanzen, Filamenten (selbst diese waren an einigen Tagen eher mickrig) und hellen Flaregebieten wurden kaum Flares verzeichnet. Der erste größere wurde erst am 17. mit Höhepunkt um 15:50 UT verzeichnet: In der Aktiven Region 11675 stieg ein M1.9 auf, der aber nicht erdwärts gerichtet war. Einen Tag später gab es noch einen koronalen Massenauswurf (CME) dazu. Bis zum Monatsletzten traten dann nur noch vereinzelt C-Flares auf und so endete ein mehr als unterdurchschnittlicher Beobachtungsmonat.
Wie sich die abermals äußerst geringe Sonnenaktivität auf den weiteren Verlauf des Zyklus auswirkt, bleibt erst einmal abzuwarten, denn hier wird diskutiert, ob der seit Monaten anhaltende Fleckenüberschuss auf der Nordhalbkugel der Sonne nicht ein Zeichen dafür ist, dass das Maximum noch längst nicht vorüber ist, wenn man hier daran festhält, dass wir in der Nachmaximumsphase leben. Wie auch immer: Der 24. Fleckenzyklus dürfte einer der ungewöhnlichsten sein, der jemals beobachtet wurde.

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