Samstag, 20. April 2013

Sonne am 20.04.2013


Der Tag begann sehr sonnig und zum ersten Mal konnte ich wieder vom Dachboden aus die Sonne beobachten, ohne mich über die Bäume und ihre Äste zu ärgern, die von der Wohnung aus bis mittags die Sicht versperren.

Gegenüber der gestrigen Beobachtung stellte ich gleich beim ersten Blick fest, dass sich im Grunde nur wenig verändert hatte. Die gestrige Beobachtung litt wieder mal unter einem ziemlichen zeitlichen Druck – was man eigentlich vermeiden sollte -, da sich nur sehr wenige Wolkenlücken ergaben, nachdem der ganze Vormittag praktisch wolkenfrei war. Schon da war mir der dramatische Rückgang gegenüber der nunmehr vorletzten Beobachtung aufgefallen, wo eine Vielzahl kleinerer A-Gruppen nicht mehr zu sehen war.

Die AR 11719 war nicht mehr zu sehen, ebenso die AR 11721. Dafür war die 11722 klar als D-Gruppe auszumachen. Die AR 11723 hielt ich heute für zwei D-Gruppen, da die Achslagen beider Gruppen stark zueinander geneigt waren. Weiter fand ich die AR 11724 als C-Gruppe. Dicht am Ostrand standen dann noch zwei kleine B-Gruppen in Fackelfeldern, hatten aber noch keine NOAA-Nummern bekommen. Das müssten wohl 11725 und 11726 sein. Mehr gab die angebliche Maximumssonne heute nicht her, also wechselte ich per PST ins H-Alpha.

Aber auch im Lichte der roten Wasserstofflinie war die Aktivität allenfalls moderat. Ich fand auf Anhieb 11 Protuberanzen, von denen einige spritzenförmig, oder zikkadenähnlich aussahen. Eine davon glich einen Gekräusel über dem Ostrand, über dem sich ein weiterer Bogen spannte. Darüber wiederum hing frei im Raum eine kleinere Materiewolke. Auf der Oberfläche gab es nur 8 winzige Filamente und 5 helle Gebiete. Am spannendsten war dabei das Gebiet rund um die beiden D-Gruppen: aus dem Zentrum der Regionen standen mehrere kleinere „Striche“ senkrecht nach oben und ein „Mini-Bogen“ war zu sehen. Die südlichere der beiden B-Gruppen, die im Weißlicht nur knapp zu sehen war, wies im H-Alpha eine interessante magnetische Struktur auf, die mit einem hellen Flaregebiet assoziiert war. Direkt aus dem Kern stieg auch hier ein kleines Filament senkrecht in die Höhe.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, weder die Weißlicht-, noch die H-Alpha Aktivität haben auch nur das geringste mit einer Sonne im Maximum zu tun!

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