Donnerstag, 9. Mai 2013

Sonne am 09.05.2013


Die heutige Sonnenbeobachtung wurde erst nach vollem körperlichen Einsatz möglich. Zunächst sah es dabei gar nicht nach einer Beobachtung aus. Erst am Mittag wurde eine sehr große Wolkenlücke sichtbar, die die Sonne aber leider nur am Rande erfasste, der gesamt nördliche Himmel war dagegen vollkommen wolkenfrei. So musste ich mich schon sehr beeilen, im dem kleinen Teil, der mir zur Verfügung stand, zu beobachten.

Wie üblich baute ich meinem kleinen Refraktor auf der Fensterbank auf und gerade als ich das erste mal durch das Okular schauen wollte, brach der Küchenstuhl unter mir zusammen und ich fiel nach hinten über, riss dabei einiges um. So lag ich dann auf dem Küchenboden, hatte den Plastikmüll über den Boden verteilt … und draußen schien die Sonne.

Schnell wieder aufrappeln und dann ran ans Fernrohr, das glücklicherweise nicht auch noch umgefallen war und sonst womöglich auf dem Gehweg aufgeschlagen wäre.

So waren bereits einige Minuten verstrichen, ehe ich mit der Beobachtung anfangen konnte. Zu sehen bekam ich zunächst die AR 11734, die ich nur noch als C-Gruppe einstufen konnte, da der voranschreitende Teil seine Penumbra nun völlig verloren hatte. Die AR 11736 hatte sich nun auch dem Westrand angenähert und zeigte noch immer kaum Veränderungen. Die beiden C-Gruppen AR 11738 und 11739 waren bei durchschnittlichem Seeing noch einigermaßen klar auszumachen. Schwieriger wurde es mit der beiden Regionen 11740 und 11741, die ich nur sehr schwer wiederfinden konnte. Ganz am Ostrand stand eine frisch herumrotierte D5, unter der eine C3 stand. Fast exakt am Rand entdeckte ich dann noch eine A-Gruppe sowie eine weitere – allerdings hart an der Wahnehmungsgrenze stehende – A1.

Nun musste ich mich beeilen, wenn ich noch das PST einsetzen wollte, denn die ersten Wolken kamen schon wieder, während Richtung Norden der Himmel vollkommen wolkenfrei war. Die gestern zu beobachtende und von der AR 11731 ausgehende große Protuberanz war noch immer an der gleichen Stelle und hatte sich nochmals ein wenig vergrößert. Neun weitere, ziemlich kleine, Protuberanzen hielten sich am Sonnenrand auf. Auf der Oberfläche identifizierte ich 6 Flaregebiete und 14 Protuberanzen mit teils sehr großen Ausmaßen. Weitere Beobachtungen wurden dann von den nun immer schneller herankommenden Wolken verhindert. Und erst in diesem Moment klart es draußen wieder ein wenig aus. Aber erst einmal brauche ich zwei neue Küchenstühle ...

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