Montag, 17. Juni 2013

Sonne am 17.06.2013



Es war beinahe wie erwartet: Am Morgen bin ich bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel zur Arbeit gegangen, doch nach Feierabend war er nur wieder abgesypht. Die Syphschicht war aber für die Weißlichtbeobachtung noch gut durchlässig. Von der AR 11768 war nurmehr nur noch der hintere Teil zu sehen, den ich als J-Gruppe einstufte. Um den Ostrand war eine kleine Ansammlung mehrerer Aktivitätsgebiete herumgekommen und in Richtung auf die Sonnenscheibenmitte ein Stück weitergewandert. Die AR 11769 hatte eine ganze Reihe kleinerer Flecken hinzugewonnen und an Ausdehnung zugenommen. Sie stand an der Grenze zwischen den Waldmeierklassen D und E, die sie möglicherweise in den kommenden Tagen überschreiten wird. Darüber stand die AR 11770 als weitere J-Gruppe. Dem schlossen sich mit der AR 11774 und der 11775 zwei C-Gruppen an, darüber stand, auf der Nordhalbkugel, die AR 11773 als D-Gruppe. Das Seeing war noch ganz gut, aber der Himmel wurde immer weißlicher. In Richtung Osten schimmerte noch der blaue Himmel durch, in der Beobachtungsrichtung aber war er nur noch weißlich.

Diese schlechten Beobachtungsbedingungen wirkten sich negativ auf die Beobachtung im H-Alpha aus. Der Hintergrund im PST war hellorange, nur wenige Protuberanzen und Filamente konnte gefunden werden, dafür aber fünf helle, großflächige Flaregebiete. Die zwei größten Protuberanzen waren aber dennoch, wenngleich auch nur schemenhaft, zu sehen: Eine, die wie ein gekringelter Faden aussah und eine, die wie eine Pyramide aufgebaut war. Beide reichten über das Gesichtsfeld des PST hinaus: es war das erste Mal, dass ich das mit diesem Instrument beobachten konnte, leider unter immer schlechter werdenden Beobachtungsbedingungen, die alsbald auch die Filamente auf der Oberfläche scheinbar verschwinden ließen.

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