Donnerstag, 20. Juni 2013

Sonne am 19.06.2013

Es war wie fast immer in den vergangenen Tagen: Man ging morgens aus dem Haus, saß schwitzend bei Sonnenschein im Büro und kam unter einen eigentlich nicht nutzbaren Himmel wieder zu Hause an. So auch heute: Mit Betreten des Hauses zog eine dünne Schicht Schleierbewölkung vor die Sonne und machte zunächst einmal nur Beobachtungen im Weißlicht möglich. Und da musste ich mich schon mehr beeilen, denn die Sicht verschlechterte sich praktisch von Sekunde zu Sekunde, mit der Folge, dass ich am Ende nur noch mühsam irgendwelche Details erkennen konnte.
Ich erblickte immerhin 6 Fleckengruppen: die neue 11776, die AR 11775 und die AR 11774 erkannte ich als C-, die AR 11770 als J, die AR 11773 und die AR 11772 als D-Gruppe. Spannend machte es die AR 11772, die für mich an der Grenze zur Klasse E stand. Sehr detailreich war auch die AR 11775, leider konnten wegen des drastisch schlechter werdenden Wetters die Detailbeobachtungen hier nicht zu Ende geführt werden.
So war auch klar, dass an eine H-Alpha-Beobachtung nicht mal zu denken war. Erst später ergab sich eine Wolkenlücke, die trotz allgemeinem Syph noch ein wenig H-Alpha zuließ. Das chromosphärische Netzwerk war nur zu erahnen, am Rand zählte ich 8 Protuberanzen, auf der Sonne 5 helle Flaregebiete und immerhin 15 Filamente, von denen einige sehr schön geschwungen waren und am Rand in eine Protuberanz übergingen. Danach zog doch ziemlich schnell ein Gewitter auf.

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