Sonntag, 23. Juni 2013

Sonne am 23.06.2013



Das fast ständig wechselnde und eher an den April erinnernde Wetter bescherte mir am Nachmittag endlich mal eine längere Phase blauen Himmels und die Möglichkeit, die Sonne im Weißlicht und im H-Alpha zu beobachten.

Der im Juni nach einem nochmaligen Rückgang zu beobachtende Aktivitätsschub hält offenbar länger an. So konnte ich heute neun Fleckengruppen  zählen. Die AR 11776 war schon weit gegen den Westrand gerückt und gehörte der Klasse D an. Die AR 11773 hat sich meiner Meinung nach geteilt: eine B-Gruppe mit einer Ausdehnung einer E, das deutet eigentlich auf die Teilung der Gruppe hin. Zwischen den beiden Polen konnte ich keine weiteren Flecken erkennen. Das könnte aber auch an der begrenzten Auflösung meines kleinen 80/400er Refraktors  liegen. Ein wenig südlicher standen gleich drei Gruppen: die AR 11770, die ich nur als A-Gruppe erkannte, die AR 11774, die ich als C einstufte und die AR 11772, die für mich eine H-Gruppe war.  Immer noch beeindruckend war die AR 11775, die anscheinend alle penumbralosen Flecken verloren hatte und nur noch aus vier Hofgebieten bestand. In Richtung Osten stieß ich auf die AR 11777 (Klasse H) und die AR 11778, die nur noch aus einem einzigen Fleck bestand (Klasse J).

Das relativ gute Seeing führte auch zu einer guten Beobachtung im H-Alpha: 10 Protuberanzen, 14 Filamente und 7 helle Gebiete führten zu einer H-Alpha-Relativzahl von 310. Vier größere Protuberanzen, davon eine schwebende, eine bogenförmige, eine sehr helle und eine, die wie eine Rampe aussah, waren die auffälligsten. Die sieben hellen Flaregebiete hatten zumindest das Potenzial für mehr und von den 14 Filamenten ragte eine über den Rand hinaus und drei waren lang und bogenförmig. Trotz des guten Wetters, ließ sich auch bei mehrmaliger Beobachten das chromosphärische Netzwerk nicht blicken.

Kurz nach der letzten Beobachtung setzen wieder starker Regen und heftiger Wind ein …

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