Mittwoch, 3. Juli 2013

Sonne am 02.07.2013

Endlich gab es wieder eine Sonnenbeobachtung unter guten Bedingungen, wo man nicht unter Zeitdruck stand, weil die nächste Wolkenschicht drohte. Dennoch war das Seeing bisweilen etwas suboptimal, was sich darin äußerte, dass eine der kleineren A-Gruppen nicht gesehen werden konnte, vorausgesetzt, sie hatte sich im Laufe des Tages nicht schon wieder aufgelöst.
Die AR 11781 war nach wie vor als D-Gruppe zu erkennen, wobei sie sich gegenüber dem Vortag abermals ein wenig länger zeigte, ohne jedoch die Grenze zur Klasse E zu überschreiten. Die Penumbren in der Gruppe waren recht unauffällig und nur als winziger, dunkler Saum zu erkennen. Dicht am Westrand stand die AR 11780, die man gerade eben noch als C-Gruppe definieren konnte und die in einem kleinen Fackelfeld stand. Etwas weiter in Richtung Osten stand die AR 11784, eine D mit ebenfalls schwach ausgeprägten Penumbren. In der Nahe fand sich dann noch die AR 11786 als C.
Am Ostrand hingegen wird es spannend, denn hier tummelten sich mehrere Fleckengruppen, die man nur durch die genaue Betrachtung ihrer Achslagen voneinander trennen konnte. Auf engstem Raum standen hier drei Gruppen, von denen aber nur eine größere, die AR 11785, eine reguläre NOAA-Nummer erhalten hatte. Diese Gruppe verspricht, in den kommenden Tagen interessant zu werden, aber wie wir aus Erfahrung wissen, hat das in diesem Zyklus praktisch nichts zu bedeuten, denn große Gruppen waren erstaunlich inaktiv oder setzten ein oder zwei Duftmarken und brachen danach zusammen. Man wird auch hier wieder abwarten müssen, was passiert.
Die relativ guten Sichtbedingungen ließen auch mal wieder eine H-Alpha-Beobachtung zu, doch war die Aktivität dort wieder mal überraschend gering. Zwar konnte ich 12 Protuberanzen, 17 meist kleine Filamente und 5 Flaregebiete finden, aber es waren eben auch keine Highlights, eher eine schwache Minimums-, als eine Maximumsaktivität.

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