Freitag, 12. Juli 2013

Sonne am 12.07.2013


Nach vielen Wolken am Morgen klarte es im Laufe des Tages immer mehr auf und je näher der am Freitag frühere Feierabend rückte, desto mehr verzogen sich die Wolken. Zurück blieb ein leicht cirriger Himmel, der aber nicht für das erwartete gute Seeing sorgte, ganz im Gegenteil.

Im Weißlicht war zunächst nur ein heftig pulsierender Sonnenrand und eine leicht unscharfe Sonnenoberfläche zu sehen. Die AR 11785 – inzwischen dramatisch zur C zerfallen – und die AR 11787 erfasste ich sofort, ebenso die D-Gruppe am Ostrand. Bei der A3, der A unterhalb der D und der A westlich des Sonnenmeridians sah es schon sehr viel schwieriger aus. Die konnte ich zum Teil erst sehr viel später auffinden, als das Seeing ein wenig besser geworden war. Die standen allerdings knapp an der Wahrnehmungsgrenze meines kleinen 80/400er Refraktors. Definitiv aufgelöst hatte sich die Gruppe unterhalb der AR 11785.

Die Aktivität im H-Alpha lag in etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vortag, unter den 17 Protuberanzen waren aber zwei, die etwas größer waren: eine Bogenprotuberanz im Süden und eine schwebende im Südwesten. Der Rest kam kaum über den Sonnenrand hinaus.

Einen interessanten Bericht zum aktuellen Sonnenfleckenzyklus und einigen früheren gibt es hier, er deutet darauf hin, dass die derzeit magere Aktivität einem Trend folgt, der schon im 22. Zyklus, womöglich auch schon vorher, eingesetzt hat. Meine persönliche Einschätzung bleibt weiter gültig: Maximum Ende 2011, Nebenmaximum Anfang 2013 und nun geht es langsam in Richtung Minimum!

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