Dienstag, 16. Juli 2013

Sonne am 15.07.2013

Nach einem Tag Pause wegen bedeckten Himmels – der Wetterbericht hatte ursprünglich für die ganze Woche wolkenfreie Tage angekündigt – konnte ich am nachmittags erstmals wieder mein Teleskop zur Sonnenbeobachtung aufbauen. Das Seeing war für die Uhrzeit (UT: 14:50) ganz passabel mit nur wenig Bewegung am Rand und auf der Oberfläche.

Obwohl nur knapp anderthalb Tage seit der letzten Beobachtung vergangen waren, hatte sich doch einiges verändert: von der AR 11787 war nun nichts mehr zu sehen, dafür konnten die AR 11793 und die 11794 als D-Gruppen, die AR 11791 als C-Gruppe eingestuft werden. Mit den beiden A-Gruppen (AR 11792 und 11795) wurde es schon schwieriger, weil diese an der Grenze des Auflösungsvermögens meines Kleinteleskops standen, immer nur blickweise erfasst wurden und nur schwer zu „halten“ waren.

Der Blick ins H-alpha war da schon spannender: am Rand fanden sich zwar nur 9 Protuberanzen, davon aber drei recht große bogenförmige – für das Maximum viel zu wenig, die zu den größten der letzten Zeit gehörten: hier waren die AR 11785 und die 11787 hinter dem Westrand verschwunden. Das wurde von den 16 Filamenten auf der Oberfläche mehr als wettgemacht, die teilweise eindrucksvolle Bögen entwickelt hatten, aber kaum in den derzeitigen Aktiven Regionen zu finden waren. Dafür war die Zahl der hellen, chromosphärischen, Fackelgebiete auf 5 zurückgegangen, auch ihre Fläche hatte insgesamt abgenommen.

Die Sonne vermittelte heute wieder mal eher den Eindruck einer Minimums-, denn einer Maximumssonne; derzeit mehren sich die Hinweise, dass wir in der Tat das Maximum bereits durchschritten haben, vor allem, was die Zahl der Koronalöcher angeht, die bekanntlich erst in der Nachmaximumsphase und während des Minimums gehäuft auftreten!

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