Dienstag, 16. Juli 2013

Sonne am 16.07.2013

Die Sonnenbeobachtung wurde heute wieder mal durch das Wetter limitiert. Während es fast den ganzen Tag nach Auflösung der Wolken einen mehr oder weniger klaren, blauen Himmel gab, schmierte er am Nachmittag so langsam zu. In einigen Himmelsregionen war es noch wolken- und schleimfrei, aber diese Bereiche standen – wie nicht anders zu erwarten – nicht in Sonnenrichtung. Zu Hause angekommen, war der Himmel dann nahezu vollgesypht mit einigen Wolken, die träge dahinzogen.

Das hatte vor allem Auswirkungen auf das Seeing: heftig wallender Sonnenrand und kaum wahrnehmbare Strukturen auf der Oberfläche verhinderten vor allem nahezu das Erkennen der beiden kleinen A-Gruppen (AR 11792 und 11795). In nur ganz wenigen Augenblicken, als die Sicht ein wenig besser wurden, konnte man sie dennoch sehen. Dafür litt die Detailgenauigkeit extrem unter den Bedingungen, Die AR 11793 war noch gut als E-Gruppe zu sehen, aber schon kurze Zeit später war dies bei der AR 11791, einer D-Gruppe, nicht mehr möglich. Die Penumbren schienen regelrecht in einer Seeingsuppe zu schwimmen. Die AR 11794, gestern noch dicht am Westrand stehend, war nur noch in Form einer unscheinbaren J-Gruppe exakt am Rand zu sehen. Erst der zweite Blick ließ sie finden, sie war nur noch eine Ausbeulung, die von den Seeingbedingungen kaum zu unterscheiden.

Die nun rasch noch schlechter werdende Sicht verhinderte dann auch erfolgreich eine H-alpha-Beobachtung. Zwar hatte ich mein PST noch aufgebaut, doch es war ein sinnloses Unterfangen: Der Hintergrund war hellorange, Protuberanzen gar nicht und die größten Filamente nur ansatzweise zu sehen. Das war der Mühe nicht mehr wert. Später klarte es ein wenig auf, doch für den H-alpha-Bereich brachte das keine Verbesserung mehr.

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