Samstag, 20. Juli 2013

Sonne am 20.07.2013


Hatte ich gestern noch mit Wolken und einem üblen Seeing zu kämpfen, sag das heute Morgen schon sehr viel besser aus. Der Himmel war wolkenfrei, leicht syphig und das Seeing relativ gut.

Die Rahmenbedingungen stimmten, leider spielte die Sonne nicht so ganz mit, denn man konnte heute den Zusammenbruch live erleben: Ganze vier Gruppen konnte ich noch erkennen: selbstredend die AR 11793 als F, die AR 11791 als J und die AR 11799 und die 11800 jeweils als A-Gruppe. Intensives Absuchen der Südhalbkugel, höhere Vergrößerung oder zusätzliche Abschwächung des Sonnenbildes mittels Graufilter – ich beobachte immer mit einem Objektivglasfilter – brachte kein besseres Ergebnis: die gestern nur unter großen Schwierigkeiten zu beobachtenden B-Gruppen waren mit meinem 80/400er Refraktor nicht mehr zu sehen.

Viel zu sehen gab es indes im H-alpha: eine der größten Protuberanzen, seit ich im Besitz eines PST bin (ca. anderthalb Jahre) saß am Ostrand und zeigte eine büschelartige Form am Sonnenrand und darüber zwei Schläuche, die an ihrem einen Ende scheinbar einen Ring hatten. Fast exakt gegenüber am Westrand stand eine weitere, aber nur etwas größere Protuberanz. Die restlichen 9 waren dann wieder eher mickrig. Auf der Oberfläche gab es 7 chromosphärische Fackelgebiete und 14 Filamente, von denen sich vier staffelartig über der Südhalbkugel ausbreiteten. Ein sonniger Sommertag und endlich mal jede Menge Zeit zum Beobachten, das hat was, wenn auch die Aktivität weit von den sonst üblichen Maxima entfernt ist und das NASA Space Flight Center an seiner Behauptung festhält, dass wir just in diesen Wochen das Maximum des 24. Sonnenfleckenzyklus erreicht hätten.

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