Mittwoch, 24. Juli 2013

Sonne am 24.07.2013


Es war heute Beeilung angesagt, wenn ich noch zu einer Beobachtung kommen wollte: die Schlechtwetterfront rückte scheinbar immer schneller heran, je mehr sich mein Feierabend näherte. Als ich endlich zu Hause war, hatten sich im Nordwesten schon erste dichtere und bedrohlich dunkle Wolkenbänke, positioniert. Doch am Anfang hatte ich noch einen einigermaßen klaren Himmel und dazu ein ordentliches Seeing.

Als erstes fiel die große Veränderung im Bereich der AR 11800 auf: sie war nun eindeutig eine D-Gruppe, viele der Kleinstflecken, die man gestern noch sehen konnte waren verschwunden. Unterhalb davon stand die AR 11799 als kräftige A. Dahinter stand die AR 11803 als B-Gruppe, die bei zunehmend schlechter werdenden Beobachtungsbedingungen nur noch schwer zu beobachten war. Auf der bislang wenig dominanten Nordhälfte befand sich nun die doch deutlich geschrumpfte AR 11793, die ich nur noch als E-Gruppe mit zwei penumbralen Flecken erkennen konnte. Der „Kleinkram“ im Umfeld der Penumbren war auch hier verschwunden. Ganz im Osten stand einsam und verlassen die AR 11801. Ansonsten war die Osthälfte der Sonne fast ohne Flecken.

Es war durchaus mutig, bei den äußeren Bedingungen – die Sonne stand mittlerweile in einem Syphfeld – die Sonne im H-alpha zu beobachten. Dafür aber waren doch etliche Details zu sehen: 9 Protuberanzen, 7 chromosphärische Fackeln und 14 Filamente. Beeindruckend war hierbei die Dreidimensionalität, die mehrere der Gruppen zeigten. Kurz danach, war die Bewölkung herangezogen und beendete ein wenig vorzeitig die Beobachtung. Und während diese Zeilen entstehen, ist mein Blitzwarngerät „Strike Alert“ kräftig am Piepen ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen