Donnerstag, 25. Juli 2013

Sonne am 25.07.2013

Die Beobachtung an diesem freien Tag war – fast möchte man sagen typischerweise – kompliziert und anstrengend. Der Tag begann mit einer hochnebelartigen Bewölkung, die sich erst am späten Vormittag zu lichten begann. Leider wurde die Sonne zu dieser Zeit von Bäumen bedeckt, sodass ich keine Beobachtungsmöglichkeit hatte. Überdies zog es zwischendurch immer wieder zu. Erst ab 13 Uhr öffnete sich wieder das Beobachtungsfenster und just zu diesem Zeitpunkt kamen wieder Wolken auf: ein ständiger Wechsel zwischen Auf- und Abbau des Teleskops wurde erforderlich. Schließlich konnte ich mit der Weißlichtbeobachtung beginnen, die dann mehrfach durch Wolken unterbrochen wurde.

Der auch jetzt noch nicht vollständig verschwundene Hochnebel sorgte für ein sehr gutes Seeing, das ich lange nicht mehr erlebt hatte. Endlich konnte ich auch die schwächeren Gruppen erkennen, die mir in den letzten Tagen stets verborgen geblieben waren. Die AR 11793 näherte sich weiter dem Westrand an und wies auch heute nur zwei Flecken mit Penumbra auf. In ihrer unmittelbaren Umgebung stand eine kleine A-Gruppe, auf der Südhalbkugel hatte sich dicht am Westrand eine J-Gruppe gebildet (AR 11804). Die AR 11800 hatte sich indes kaum verändert und wurde auch weiterhin von der kleinen A-Gruppe begleitet, ein Überrest der ganzen Ansammlung kleiner Flecken in diesem Gebiet. Dahinter - in Richtung Osten - fand ich noch eine B-Gruppe, halb schräg darunter eine A. In Richtung Ostrand war auch heute die J1 zu entdecken.

Bis zur H-alpha-Beobachtung konnte ich mir eine Pause gönnen, denn erst einmal behinderten wieder Wolken die Sicht. Nach einer guten halben Stunde war die Sicht wieder freigegeben, doch kaum hatte ich die 8 Protuberanzen gezählt, eilten rasch wieder Wolken herbei. In zwei kleinen Lücken konnte ich noch 7 chromosphärische Fackelgebiete und 14 Filamente zählen, dann war der Himmel wieder richtig dicht. Immerhin: Wäre ich heute zur Arbeit gegangen, hätte ich wohl wieder einen meiner in diesem Jahr überreichlich vorhandenen Ausfalltage produziert.

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