Sonntag, 28. Juli 2013

Sonne am 28.07.2013


Die frühmorgendliche Beobachtung brachte – außer angenehmeren Temperaturen – heute keine Vorteile, denn aufgrund unterschiedlich dichter und hoher Cirrusbewölkung war das Seeing eine einzige Katastrophe. Selbst kleinte Details waren kaum zu erkennen. Dennoch gab es hin und wieder kurze Momente ruhigerer Luft, in denen man mit dem Auge zupacken musste. So fand ich als erstes die dicht am Westrand stehende AR 11800 als D-Gruppe. Die in ihrer Begleitung mitlaufende A, die sich als extrem stabil erwiesen hatte, konnte ich in dem allgemeinen Seeinggeblubber nicht mehr finden. Die zweite D war die AR 11805, die ich gestern noch als C klassifizierte. Als nächstes fand ich die AR 11801, die heute eine C sein soll, bei der ich die kleinen Flecken aber nicht sehen konnte. So erging es mir auch bei der AR 11806, die zur Klasse B gehören soll, von der ich aber gerade mal eben einen Fleck sah, der vor meinem Beobachtungsauge immer wieder verschwand. Das Seeing war schon außergewöhnlich schlecht.

Besser wurde es im H-alpha auch nicht – eigentlich hätte ich gleich darauf verzichten können. Der Hintergrund war total orange, es liefen Seeingwellen durch das Bild und die zum Ende der Beobachtung hin noch stärker werdende Cirrusbewölkung beendete schließlich das Geschehen. Dennoch meinte ich, unter den miesen Bedingungen 10 Protuberanzen, 5 chromosphärsche Fackeln und 5 Filamente gesehen zu haben. Interessant war, dass in dem Fackelfeld, dass die AR 11800 umgab, im H-alpha ein sehr heller Punkt zu sehen war, wo demnächst ein Flare entstehen dürfte. Dieser war auch bei den dichteren Wolken am Ende der Beobachtung immer noch zu sehen!

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