Montag, 29. Juli 2013

Sonne am 29.07.2013


Alles schien auf einen typischen Murphtag hinaus zu laufen: am Tag bei Sonnenschein im Büro sitzen und bei Feierabend einen bewölkten Himmel vorzufinden. Kaum hatte ich die Haustür aufgeschlossen, zog sich der Himmel zu. Wolkentürme kündigten kommendes Unheil an – oft bleibt es aber dabei. Dazwischen gab es nur nichtblauen, schleimigen Himmel.

Ich hatte schon aufgegeben, als der Syph plötzlich verschwand und für etwa 5 Minuten den Blick auf die Sonne frei gab. Das Seeing war dafür gar nicht übel und so fand ich immerhin 6 der 7 von der Kanzelhöhe erfassten Fleckengruppen.

Von der AR 11800 war nur noch der f-Teil in Form eines H-Flecks zu sehen, die AR 11805 gleich dahinter war eindeutig eine Dm die sich seit gestern kaum verändert hatte. Auf der Südhalbkugel stieß ich in Richtung Osten auf die AR 11806, die ich mutig als E-Gruppe einstufte. Im Norden ging es weiter mit der AR 11801, die immer noch der Klasse H angehörte und in dessen Nähe eine C-Gruppe ohne Nummerierung stand. Am Ostrand stand eine weitere C ohne Nummer. Dazwischen hatte man auf der Kanzelhöhe noch eine kleine A-Gruppe gesehen, die ich partout nicht finden konnte.

Gegen Ende der Weißlichtbeobachtung verschmierte der Himmel wieder und ich musste mich beeilen, wenn ich die H-alpha-Sonne noch sehen wollte. Am Sonnenrand zählte ich 8 Protuberanzen und nur eine davon vertrug diesen Namen auch wirklich: im Südosten stand ein großer Materiebogen. Sieben chromosphärische Fackeln zeugten dann doch von etwas Aktivität, während die 11 Filamente eher klein und mickrig daherkamen und nicht mal eine einziges seinem Namen gerecht wurde. Nur ganz kleine Ansätze von Filamente bestimmten heute das Bild der Sonne im H-alpha, fast wie im Minimum.

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