Mittwoch, 31. Juli 2013

Sonne am 31.07.2013


Am letzten Tag des Monats Juli – dieser brachte mir stolze 28 Beobachtungstage, gegenüber 29 im Vorjahr – war der Himmel zwar sehr wolkenreich, doch es taten sich ab und zu größere Wolkenlücken auf, die gut zu nutzen waren und in denen auch ein ganz ordentliches Seeing herrschte.

Die Aktivität war aber eher moderat als hoch. Zwar gab es sieben Fleckengruppen, doch keine war höher als die Waldmeierklasse D. Die AR 11805 war schon weitestgehend um den Westrand herumrotiert und nur noch ein kleiner Teil des f-Flecks zu sehen. Die AR 11801 war als J-Gruppe weiter zum Westrand gewandert, über ihr stand die AR 11807 als B-Gruppe. Die AR 11808 und die 11809 gehörten der Klasse C an; die AR 11806 war weiter zerfallen, gehörte aber weiter der Klasse D an. Zwischen der AR 11809 und der 11806 stand noch eine A-Gruppe, die aber noch ohne Nummer war.

Im H-alpha war die Situation im Prinzip nicht viel anders: am Sonnenrand zählte ich 12 Protuberanzen, im Osten gab es eine große, frei schwebende Protuberanz, eine dazu passende Aktive Region konnte aber (noch) nicht gesichtet werden. Nördlich davon gab es noch einen schönen Protuberanzenbogen, der Rest war dann eher klein und unauffällig. Auf der Sonnenoberfläche fand ich 5 chromosphärische Fackeln und 14 Filamente, von denen gerade mal eine etwas größer erschien; eine reichte vom Sonnenrand ein wenig über diesen hinaus und man konnte wieder mal eindrucksvoll beobachten, dass beide Erscheinungen ein und dasselbe sind.

Angesichts der nicht herausragenden Aktivität und den im ganzen Monat den Wert von 100,0 nicht übersteigenden Relativzahlen ist die Aussage des Marshall Space Flight Center der NASA, das wir uns just in diesen Monaten im Fleckenmaximum befinden sollen, schon etwas merkwürdig.


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