Donnerstag, 29. August 2013

Sonne am 29.08.2013



Eigentlich hatte ich dank starker Bewölkung oder allgemeinem Syph nicht mehr mit einer Sonnenbeobachtung gerechnet. Als ich zu Hause war, sah ich zunächst ein wolkenfreies Gebiet, das aber seitlich an der Sonne vorbeizog. Dahinter befand sich ein weiteres, das aber durch eine tiefere Wolkenschickt wieder geschlossen wurde.

Dann gab es aber doch plötzlich eine Auflockerung, die ich nutzen konnte. Leider war auch darin der Himmel nicht wirklich wolkenlos, sondern immer noch reichlich abgesypht.

Dieser Syph sorgte für eine so starke Lichtdämpfung, die das Bild im Weißlicht sehr dunkel erscheinen ließ. Dennoch konnte ich die drei derzeit auf der Sonne befindlichen Fleckengruppen klar erkennen: die AR 11835 als H, die AR 11836 als H und die AR 11834 als D, weil zumindest zwei rudimentäre Penumbren zu erkennen waren.

Für die H-alpha-Beobachtung hatte ich keine Hoffnung, wurde aber von einem einigermaßen ruhigen Bild überrascht. Die 8 Penumbren waren ebenso einfach zu sehen, wie die 4 chromosphärischen Fackelgebiete und die 10 Filamente, die aber nur einen schwachen Kontrast aufwiesen. Doch kurz nach dem Erfassen der Anzahl der Phänomene zog es dann ganz schnell zu und nun verhinderten wieder Wolken die Detailbeobachtungen.

Sonne am 28.09.2013

Nachdem ich gestern einen weiteren, der inzwischen zahlreichen Ausfalltage erleben durfte, waren die Bedingungen am heutigen Tage auch eher nur durchschnittlich. Der Himmel war nicht ganz blau, sondern eher weiß, das Seeing gerade noch erträglich. Heraus kam eine Beobachtung, die wieder mal eher schlecht als gut war.

Am ehesten waren noch die beiden H-Gruppen (AR 11835 und 11836) zu finden. Bei der AR 11834, die ich der Klasse C zuordnete, war es schon ein wenig schwieriger. In ihrer Verlängerung sah ich ganz klar eine A-Gruppe stehen, die mir zu weit vom Zentrum der C entfernt stand und die ich deshalb als separate Gruppe einstufte. Ganz am Westrand schien inmitten einer ausgedehnten Fackel eine weitere A zu stehen, bzw. etwasfleckartiges. Auch als das Seeing einen Tick besser wurde, war die dunkle Zone immer noch zu sehen.

Der Wechsel ins H-alpha brachte ein ebenfalls nur sehr durchschnittliches Bild: der Sonnenrand war in ständiger Bewegung und auf der Oberfläche verschwammen bisweilen alle Details. Zum Schluss der Beobachtung, die auch wieder unter durchziehenden Wolken litt und mehrmals unterbrochen werden musste, hatte ich 14 Protuberanzen, 18 Filamente (davon 5 größere) und 4 chromosphärische Fackeln gezählt. Mehr war heute nicht drin.

Montag, 26. August 2013

Sonne am 26.08.2013


Die derzeitige Schönwetterperiode bescherte mir schon viele Sonnenbeobachtungen, wie ich sie den ganzen Sommer über erhofft hatte: das Minus gegenüber dem Vorjahr beträgt jetzt 30 Tage. Doch das Seeing war trotz – oder wegen – des klaren Himmels nach wie vor mehr als mies. Auch heute fand ich nur eine wabernde und blubbernde Sonne vor, die nur schwer ihre Oberflächendetails offenbarte.

Das hatte zur Folge, dass zumindest in einem Fall eine B-Gruppe (AR 11828) nur als A erkannt werden konnte, auch bei einer zweiten (AR 11834) schien das der Fall zu sein. Die AR 11823 war hingegen eindeutig als J-Gruppe zu sehen, während sich die AR 11835 zu einer C-Gruppe weiterentwickelt hatte. Und mehr als 4 Gruppen waren heute auch nicht zu finden.

Im H-alpha ist die Aktivität gegenüber gestern zurückgegangen. So fand ich nur noch 10 Protuberanzen – drei von ihnen schwebten frei im Raum -, 5 chromosphärische Fackelgebiete und nur noch 8 Filamente. Die aber waren heute besonders spannend: im Süden stand ein riesiger Materiebogen, der fast ein Viertel des Sonnendurchmessers einnahm. An der Position der AR 11834, die im Weißlicht nur eine A oder B-Gruppe zeigte, befand sich im H-alpha ein großes, geschwungenes Filament sowie eine strichförmige Fackel. Auch der „Rest“ war überaus aussehenswert

Sonne am 25.08.2013

Es war wie aus dem Lehrbuch für angewandte Murphologie: Kaum hatte ich mein Teleskop aufgestellt, versank die Sonne in einer Syphschicht, die nur die größten Fleckengruppen, zwei vom Waldmeiertyp H, erkennen ließAnsonsten war die Sonnenoberfläche ein einziges Gewaber und Beblubber ohne Detail.

Geschlagene sechs Stunden (!) musste ich warten, bis ich die angefangene Beobachtung vollenden konnte  und das Seeing war immer noch eine mittlere Katastrophe. Zu sehen waren weiterhin die beiden Aktiven Regionen AR 11823 am Westrand und die neue AR 11835 am Ostrand. Am Westrand tummelte sich zudem noch eine kleine A, die in einem Fackelfeld schwach zu erkennen war und die AR 11828 als C-Gruppe. Der Rest der Sonne war fleckenfrei.

Dass die Beobachtung im H-alpha auch nicht sehr viel besser war, als die im Weißlicht, merkte ich sofort. Aber es gab hier ruhige Momente, wo ich in wenigen Sekunden etwas mehr erkennen konnte. So fand och 6 chromosphärische Fackeln, 12 Protuberanzen und 11 Filamente. Eines davon war sehr lang und schon seit Tagen stabil. Mehr war unter den gegebenen Umständen nicht zu sehen.

Samstag, 24. August 2013

Sonne am 24.08.2013



Ein völlig klarer Himmel erwartete mich an diesem Morgen. Da der Tagbogen der Sonne sich schon weit verkürzt hatte, stand die sie während meines knappen Beobachtungsfensters am Morgen erst knapp über den Bäumen, als ich mit der Beobachtung begann.

Mir schien, dass klarer Himmel immer weniger für eine Beobachtung taugte, denn heuer war das Seeing eine einzige Katastrophe. Der Rand wallte wie wild und die Flecken auf der Sonne schienen sich rhythmisch aufzupumpen und wieder in sich zusammenzufallen. Daher waren am Anfang eher weniger Einzelheiten zu sehen. Die AR 11831 stand als D-Gruppe direkt am Sonnenrand, schräg dazu eine kleine B. Die AR 11830 war dort nur noch eine J und die AR 11820 eine C. Die AR 11823 war als H jene Gruppe, die am deutlichsten „pumpte“. Auf der Nordhalbkugel fand ich noch die AR 11823 als A-Gruppe.

Die H-alpha-Beobachtung war zunächst eine völlige Enttäuschung, denn es ließen sich weder am Rand, noch auf der Oberfläche irgendwelche Details ausmachen. Das besserte sich erst nach einiger Zeit. Dann erkannte ich 12 Protuberanzen, 6 chromosphärische Fackeln und 17 (!) Filamente. Trotz deren hoher Zahl war nur eine wirklich herausragend: jene, die bereits gestern von der Oberfläche bis zu einer Protuberanz über den Rand hinaus reichte.

Sonne am 23.08.2013



Am heutigen Tag musste ich wegen einer Unpässlichkeit zu Hause bleiben, dennoch hoffte ich auf eine Sonnenbeobachtung. Aus dem genannten Grund verpasste ich das morgendliche Beobachtungsfenster und so hoffte ich, am Nachmittag beobachten zu können, wenn die Sonne um mein Haus herum kommen würde.

Doch da schlug der allseits gefürchtete Schotte zu. Kaum war die Sonne weit genug gewandert, um mit meinem Teleskop erfasst zu werden und kaum hatte ich selbiges aufgebaut, kamen erst mal wieder Wolken und beendeten für mehr als eine Stunde den Versuch. Erstaunlicherweise kamen sie dieses Mal aus Richtung Osten, während sie sonst eigentlich eher aus Südwest bis Nordwest heranziehen, Danach musste ich mehrere Lücken abwarten, um die Beobachtung im Weißlicht zu beenden. Für die Relativzahl benötigte ich über drei Stunden, weil die Wolkenlücken immer wieder an der Sonne vorbeizogen, sie aber nur selten trafen.

Das Seeing war denn auch eher durchschnittlich, mal stand die Luft, mal flatterte der Sonnenrand wegen durchziehender Wolkenfetzen wie wild, mal war fast gar nichts zu sehen. Erst als am Abend dann der Himmel weitgehend frei war, konnte ich mich auch an die H-alpha-Beobachtung wagen. Hier schlug Murphy dann erneut zu, denn das Seeing war mittlerweile so schlimm geworden, dass teilweise weder Protuberanzen, noch Filamente zu sehen waren.

Im Weißlicht offenbarten sich mir am Anfang der Beobachtung wieder nur die Fleckengruppen mit Penumbra. Das ganze „Fleckengeschwader“ war nach Westen vorgerückt und aus dem Osten kam wieder kaum was nach.

Am Ostrand, bzw. teilweise schon herumrotiert, waren die AR 11820 und die AR 11830, beides D-Gruppen, die AR 11829 als A, die ich wie gestern schon nur in wenigen Augenblicken erkannte. Randnah standen die AR 11825 als C-Gruppe und die die AR 11831 als D. Darüber befand sich eine weitere C, die noch immer keine NOAA-Nummer erhalten hatte.

Hinzu kamen die AR 11827 als D auf der Südhalbkugel, die AR 11823 als H westlich des Sonnenmeridians und die AR 11828 als C auf der Nordhalbkugel.

In Momenten wirklich ruhiger Luft sah ich im H-alpha 8 Protuberanzen, 5 chromosphärische Fackeln und 12 Filamente. Zumindest zwei von Ihnen waren bemerkenswert, denn ein langes Filament ragte über den Rand hinaus und setzte sich dort in einer großen, aber flachen Protuberanz fort. Bei einem weiteren konnte sogar eine dreidimensional wirkende Bogenstruktur erkannt werden, bis das Seeing so schlecht wurde, dass an eine vernünftige Beobachtung nicht mehr zu denken war.

Donnerstag, 22. August 2013

Sonne am 22.08.2013


Die heutige Wettersituation war ähnlich der gestrigen, aber mit einem kleinen, feinen Unterschied: der Himmel zwischen den Wolken war fast weiß, was sich extrem negativ auf die Sichtbarkeit der Flecken und später im H-alpha auf die der Protuberanzen und Filamente, auswirkte.

Auf den ersten Blick fiel sofort auf, dass die meisten Aktivitätsgebiete auf der westlichen Hemisphäre standen und aus dem Osten wieder mal kaum was nachkam.

Das waren denn auch die ersten Gruppen, die ich erfasste: Die AR 11827 als D auf der Südhalbkugel, die AR 11823 als H westlich des Sonnenmeridians und die AR 11828 als C auf der Nordhalbkugel. Die AR 11820 war wie die AR 11830 als D-Gruppe zu sehen, die AR 11829 als A, die nur in wenigen Augenblicken erkannt werden konnte. Die randnahe AR 11825 war eine C-Gruppe, die AR 11831 als D. Über dieser Gruppe stand eine weitere C, die aber seltsamerweise keine NOAA-Nummer erhalten hatte.

Die nun aufgrund einer zunehmenden Syphschicht oberhalb der Wolken schnell schlechter werdenden Beobachtungsbedingungen – zur Stunde verhindert diese zum wiederholte Male eine Sichtung der Nova Delphini 2013 -, ließen die Sichtbarkeit sämtlicher Details rasch zurück gehen. Zunächst zählte ich am Rand noch 10 Protuberanzen und auf der Oberfläche 7 chromosphärische Fackeln. Die 11 Filamente waren am Ende der Beobachtung nur noch schwer zu erkennen. Danach zog es endgültig zu.