Donnerstag, 1. August 2013

Sonne am 01.08.2013

Nachdem der Himmel am Vormittag noch völlig bedeckt war, klarte es gegen Nachmittag weitgehend auf. Kaum das ich das Teleskop aufgebaut hatte, schob sich die einzige Wolken am ganzen Westhimmel davor. Nun hieß es, Geduld aufbringen, denn während sich am übrigen Firmament die Wolken fast verzogen hatten, blieb die eine direkt vor der Sonne hängen. Als sie sich weiterbewegte, geschah das extrem langsam. Doch irgendwann kam die Sonne raus und bei gutem Seeing sah ich die ersten Flecken – bis eine weitere Wolke den Platz der anderen einnahm. Die persönliche Wolke war also anscheinend wieder da. Erst allmählich – mittlerweile war über eine Stunde vergangen – verzog sie sich und ich konnte die angefangene Beobachtung bei durchschnittlichem Seeing fortsetzen.

Erstaunlicher Weise war die Sonne heute von vielen J-Gruppen mit nur einem Fleck bevölkert: AR 11801, 11808 und eine namenlose auf der Südhalbkugel, die just heute um den Ostrand herumgekommen war. Auf der Nordhälfte gab es im Osten die AR 11809 als C-Gruppe sowie die AR 11807 als A-Gruppe nördlich der AR 11801 in Richtung Westrand. Die AR 11806 hatte sich abermals weiter- oder besser: zurückentwickelt und war nach der Lage der Gruppenachsen zu urteilen, in zwei Teile zerfallen, während die NOAA und die Kanzelhöhe hier nur eine Gruppe sahen. Auf Hinweis eines Freundes hatte ich gerade eben noch mal nachbeobachtet und zwei weitere A-Gruppen, hinter der AR 11809 mitten in einem Fackelfeld und zwischen der geteilten AR 11806 und der neuen J am Ostrand. Somit kam ich heute auf 10 Gruppen.

Im H-alpha – ich konnte mir mit dem Umbauen auf Zeit lassen, weil wieder mal eine Wolke den Weg verstellte, auch sie war sie einzige am westlichen Firmament - fand ich 8 Protuberanzen, die aber allesamt sehr klein waren, 7 chromosphärische Fackeln, die sofort ins Auge fielen und 10 Filamente. Lediglich drei davon waren etwas größer. Von einer Maximumssonne noch immer keine Spur!

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