Montag, 5. August 2013

Sonne am 05.08.2013

Der heute wieder sehr sonnige Tag ließ mir nach Feierabend nur wenig Zeit für die Beobachtung, denn aus Richtung Westen rückte schon die vorhergesagte Syphschicht heran, als ich das Teleskop aufbaute. Dafür war das Seeing noch ganz brauchbar, meist ist es bei Annäherung einer Schlechtwetterfront ja eher schlecht.

Die Aktivität war wieder spürbar zurück gegangen. Mit dem ersten Blick fand ich nur vier Gruppen: die AR 11808 als J und die AR 11809 als C auf der Nord-, und die AR 11810 als zweite C und die AR 11806 als zweite J auf der Südhalbkugel. Da das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe insgesamt 7 Gruppen verzeichnete, bemühte ich mich – was man eigentlich nicht machen sollte – die anderen Aktivitätsgebiete auch noch zu finden. Am leichtesten gelang mir das mit der nummernlosen B zwischen den größeren Flecken im Süden. Von der zweiten B sah ich nur mit sehr großer Mühe einen Fleck, weshalb ich die Gruppe als A einstufte. Auch die zweite A in Richtung Westen ging mir noch ins Netz, allerdings rutschte sie immer wieder unter die Sichtbarkeitsgrenze, nur, um kurz danach für Sekundenbruchteile wieder aufzutauchen und erneut zu verschwinden. Die beiden letzten Gruppen waren schon harte Nüsse für meinen kleinen Fraunhofer.

Das PST bot mir im H-alpha eine ebenso geringe Aktivität wie im Weißlicht: nur 7 Protuberanzen standen am Rand und 6 chromosphärische Fackeln auf der Oberfläche. In dieser Zeit näherte sich bereits die Syphschicht und störte die H-alpha-Beobachtung ganz erheblich. Ich musste mich mit dem Zählen der Filamente schon ziemlich beeilen, kam aber noch auf 13 dieser von oben betrachteten Materiebögen, bis der Syph endgültig zuschlug und eine weitere Beobachtung unmöglich machte. Der Syph des Grauens verschwand erst nach Sonnenuntergang ...

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