Samstag, 10. August 2013

Sonne am 10.08.2013



Die Sonnenbeobachtung war heute schon wieder eine Sache mit sehr vielen Hindernissen. Mittlerweile frage ich mich, wieso immer ich die größten Probleme abbekomme. Der Tag startete durchaus sonnig, aber in dem Moment, als ich das Teleskop aufstellte und ausrichten wollte, zog der Himmel zu. Die Wolken verzogen sich erst wieder, als sie zu hoch stand, um sie vom Dachbodenfenster aus zu erreichen. Natürlich wurde es jetzt sehr sonnig, doch ich konnte nur durch Baumlücken hindurch etwas sehen. Als ich dann einen Beobachtungsplatz im Innenhof meines Wohnblocks aufsuchen wollte, kam ganz schnell eine Regenfront und zerstörte auch diese Möglichkeit. Gute 1,5 Stunden später wanderte die Sonne durch eine Lücke in den Bäumen und so konnte ich wenigstens die Sonnenoberfläche quasi blattweise abscannen, was das Ganze zu einer Quälerei machte. Aber ich bekam es hin, danach zog es wieder zu und erst kurz nach 13 Uhr durfte ich ein zweites Mal wirklich beobachten.

Hier fand ich nun nur noch 5 Fleckengruppen: die AR 11809 (J), die AR 11813 (C), die 11814 (J) und die AR 11816 (A). Ohne Nummer war noch eine kleine A hinter der AR 11814. Das Seeing war zwar recht ordentlich, doch bevor Wolken ins Gesichtsfeld gerieten, waren diese schon durch Blubberseeing bemerkbar.

Darunter litt auch die H-alpha-Beobachtung: Sie musste unter extremem Zeitdruck stattfinden, da die nächste Regenfront drohte. So fand ich das große Filament von gestern wieder, das sich gegenüber gestern in Länge fast verdoppelt hatte, zählte ich 11 Protuberanzen, 5 chromosphärische Fackeln und insgesamt 12 Filamente. Kurz danach zog der Himmel wieder zu und beendete die Beobachtungsmöglichkeiten.

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