Dienstag, 13. August 2013

Sonne am 12.08.2013

Schon wieder war es ein Kampf mit den Wolken, dabei sah es anfangs überhaupt nicht danach aus, dass ich am heutigen Tag zu einer Sonnenbeobachtung kommen würde. Bedeckter Himmel und leichter Regen prägten das Geschehen an diesem Tage.

Doch als ich nach Hause kam, zeichnete sich in Richtung Nordwesten eine Auflockerung ab, die sich innerhalb der nächsten drei Stunden ganz langsam ausbreitete. Nur zögerlich wichen die Wolken vor der Sonne und mehrmals wurde aus großen Lücken ganz schnell ganz kleine, ohne, dass die Sonne hinter dem Wolkenschleier rauskam, während abseits ihrer Position der Himmel immer klarer wurde. Schließlich ergab sich einer erste winzige Lücke, in der ich schon mal die beiden Aktiven Regionen mit den Nummern 11817 und 11818 als D-Gruppen sehen konnte. Danach musste ich rund eine halbe Stunde warten, bis sich wieder – bei allerdings erstaunlich gutem Seeing – eine Wolkenlücke auftat. Nun fand ich die beiden Regionen 11814 und 11819, die ich beide als A-Gruppen klassifizierte. Die nächste Wolkenschicht kam und beendete vorerst alle Bemühungen. Rund anderthalb Stunden später war dann der Himmel in Richtung Nordwesten völlig klar. So konnte ich meine bisherigen Beobachtungen überprüfen und dann noch die neue Gruppe am Ostrand – noch ohne Nummer – erkennen. Die am Westrand stehende AR 11809 fand ich dann nicht mehr.

Die Sonne näherte sich nun gefährlich den Bäumen, sodass ich mich fix beeilen musste, um noch eine Sichtung im H-alpha hinzubekommen. Und die Beobachtung lohnte sich vor allem wegen der vielen größeren Protuberanzen (ich zählte insgesamt 9 Stück). Eine davon sah aus wie ein dicker, abgesägter Baumstamm, daneben stand eine spitzkegeligeProtube. Bei genauerem Hinsehen sah es so aus, als ob zwischen beiden eine kleine Materiebrücke bestand. Im Südosten, etwa an der Stelle, wo die neue Gruppe um den Sonnenrand herum kommt, stand ein weiterer, großer Protubenbogen. Auffällig waren auch die 5 chromosphärischenFackeln, von denen zwei sehr hell waren und eine dicht am Ostrand zu finden war. Beide hatten das Potenzial für Flares und CMEs, aber gekommen ist da leider nichts.

Die beiden großen Filamente auf der Südhalbkugel waren weiterhin präsent, insgesamt kam ich hier auf 15 von ihnen.

Im H-alpha war die Aktivität also leicht angestiegen, wohingegen die im Weißlicht für ein Maximum immer noch viel zu gering war!

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