Mittwoch, 14. August 2013

Sonne am 14.08.2013

Endlich mal ein Tag, an dem ich nicht mit den Wolken, sondern eher mit dem Wind zu kämpfen hatte. Anfangs musste ich zwar eine gute Dreiviertel Stunde auf die passende Wolkenlücke warten, aber dann ging es los.

Das Seeing war gut, zeitweise sehr gut und so fand ich mühelos zunächst einmal die AR 11817 als E-Gruppe und die AR 11818 als D. Dazwischen stand die AR 11819, die heute der Klasse C zuzurechnen war. Die beiden D-Gruppen hatten sich nur unwesentlich verändert. Vor der AR 11817 sollte noch die 11814 stehen, von der ich aber nicht mehr finden konnte. Interessanter war der Ostrand. Hier befand sich eine namenlose A-Gruppe in den Fackeln, es folgten zwei B, eine als AR 11820, die andere ganz ohne Nummer. Ebenso erging es der Gruppe nördlich der AR 11817, die auch ohne NOAA-Zählung blieb. All diese Fleckengruppen wanderten übrigens über die Südhalbkugel der Sonne.

Und hier war sie auch im H-alpha am aktivsten. Während der Norden fast filamentfrei war und auch keine Protuberanzen aufwies, spielte sich alles im Süden ab. Hoch im Nordosten stieß ich allerdings auf die größte Protuberanz seit Wochen, im Osten schwebte eine über dem Sonnenrand und im Südosten war auch noch so ein rampenartiges Teil zu sehen. Das große Filament um Südwesten, oder besser die beiden Filamente, hatten sich noch mehr vergrößert und der dem Westrand näher stehende Materiebogen hatte heute eine matschige Form angenommen. Überdies waren hier etliche weitere, z.T. sehr große Filamente zu sehen (ich zählte auf der ganzen Sonne 17 Stück) und Bögen, die sich rund um die AR 11817 und die 11818 schlängelten, dazu 5 chromosphärische Fackeln, die noch einiges an Aktivität versprechen. Aber ob sie das halten werden, weiß man bei diesem Zyklus nie mit letzter Gewissheit.

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