Samstag, 17. August 2013

Sonne am 16.08.2013


Die Wettervorhersage wollte Glauben machen, dass erst gegen Abend Wolken auftauchen würden und das es bis dahin klar blieb. Dies war selbstredend nicht der Fall, denn die ersten waren schon am Vormittag zu sehen. Allerdings war die Bewölkung zu Beginn der Beobachtung nicht ganz so dicht, wie an anderen Tagen. Allerdings beobachtete ich wieder den Effekt, dass sich die Wolken in Sonnenrichtung versammelten, während der übrige Himmel nahezu wolkenfrei war. Und so konnte ich nach dem Aufbau des Teleskops dieses gerade mal ausrichten und noch die Sonne hinter der größten Wolke verschwinden sehen, die am Himmel zu finden war. Dann war erstmal Schluss.

Nun hatte ich viel Zeit, um die Einkäufe in den Kühlschrank zu verlagern und die Wäsche für die Waschmaschine vorzubereiten. Danach – wieso kriege ich eigentlich immer die dicksten Wolken ab? - sichtete ich die Post. Erst nach mehr als einer halben Stunde kam die Sonne endlich hinter der Wolke hervor, allerdings nur für etwa eine Minute, dann war die nächste Wolke heran. Es dauert so etwa eine Stunde, bis ich mit der Beobachtung beginnen konnte.

Danach riss der Himmel aber fast vollständig auf. Das Seeing war überraschend gut bis sehr gut und so konnte ich im Weißlicht insgesamt 6 Fleckengruppen sehen. Als erstes fiel die AR 11818 auf, die schöne Penumbren ausgebildet hatte und von mir der Waldmeierklasse D zugeordnet wurde. Die AR 11817 konnte weiter als E eingestuft werden, aber nur wegen ihrer Länge, denn sie sah eher aus wie eine sehr lange D. Am Ostrand fand ich die AR 11823 als H, weiter zur Sonnenscheibenmitte hin die AR 11822 als C. Zwischen der AR 11817 und der 11818 fand ich noch eine kleine A, die AR 11819. Diese lag aber hart an der Grenze des Auflösungsvermögens meines Fernrohrs. Die AR 11820, obgleich eine C – wobei die Penumbra gar nicht so leicht zu finden war – fand ich erst bei meinem „Abschlussblick“, der die Beobachtung im Weißlicht beendete.

Das PST war danach schnell auf dem Tischstativ und die Aktivität z erstaunlich: wie schon im Weißlicht zu beobachten, war auch hier die Nordhalbkugel der Sonne völlig inaktiv, dafür reihten sich im Süden ein Filament an das andere. Ich kam mit dem Zählen kaum hinterher und fand am Ende 15 von ihnen, von denen 4 schon sehr groß waren. Dazu gab es 5 ausgedehnte chromosphärische Fackelgebiete, aber nur 9 Protuberanzen, die dazu noch nicht mal sehr auffällig waren, lediglich eine ragte etwas mehr über den Sonnenrand hinaus, als die anderen.

Der aufgeklarte Himmel machte natürlich Hoffnung, am Abend die Nova Delphini 2013 zu beobachten, doch bei Sonnenuntergang kamen wieder vereinzelt Wolken auf und zu dem Zeitpunkt, an dem die Nova hoch genug stand, um vorbei an Häusern und Bäumen beobachten zu können, war es wieder bedeckt und die Wolken wurden vom Mond beleuchtet ...

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