Sonntag, 18. August 2013

Sonne am 18.08.2013


Der Kampf mit den Wolken ging in die nächste Runde: Nachdem es am Morgen regnete und der Himmel von tiefgrauen Wolken überzogen war, begann sich die Situation am Nachmittag leicht zu verbessern. Was auch wieder zu beobachten war: die meisten Wolkenlücken zogen nördlich der Sonne vorbei und es dauerte eine ganze Weile, bis eine davon mal unser Tagesgestirn traf. Doch das machte es nicht unbedingt leichter, denn durchziehende Wolken behinderten immer wieder die Beobachtung und hatte man sich mal auf ein Gebiet konzentriert, wischten gleich wieder Wolkenfetzen durch und unterbrachen die Beobachtung.

Erst allmählich konnte ich anfangen, die Flecken im Weißlicht zu zählen, was bei dem heftig wallenden Sonnenrand nur sehr schwer möglich war, zumal die Beobachtung immer wieder durch Wolken gestört wurde. Auf Anhieb erkannte ich die AR 11817, die genau am Westrand stand und von mir als C klassifiziert wurde. Die AR 11818 war nur noch eine große H und die 11824 eine B, wie auch die AR 11822. Die AR 11823 war nun auch nur noch eine große H. Ganz am Ostrand – alle bisher benannten Flecken befanden sich auf der Südhalbkugel – stand eine D, die in den kommenden Tagen u.U. noch sehr interessant werden konnte. Auf der Nordhalbkugel fand ich bei schlechter werdendem Seeing noch eine kleine und eine A ohne Nummer.

Um im H-alpha noch beobachten zu können, musste ich mich vor der nächsten Wolkenschicht etwas beeilen. Die Nordhalbkugel war weiter sehr inaktiv, während im Süden 9 (!) chromosphärische Fackeln und 12 von 13 Filamente – darunter nach wie vor drei sehr große – zu sehen waren. Am Sonnenrand zählte ich dann noch 9 Protuberanzen, von denen eine etwas größer war.

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