Donnerstag, 22. August 2013

Sonne am 21.08.2013

Eine rein visuelle Sonnenbeobachtung zur Fleckenzählung kann auch entspannend sein, wenn nur wenige Wolken am Himmel stehen und diese tatsächlich mal nicht vor der Sonne herumhängen. Dies war heute der Fall und somit war ich in die Lage versetzt, sogar alle Flecken zu sehen, die auch die Kanzelhöhe erfasst hatte, weil das Seeing erstaunlich gut war.

Als erstes fielen mir die größeren Gruppen mit Penumbren auf. Dicht am Westrand auf der Südhalbkugel stand die AR 11824 als H-Gruppe, die AR 11820 war eine kleine D und die AR 11830 eine C. Zwischen der AR 11820 und der 11824 befand sich überdies noch eine kleine A. Weiter zur Sonnenscheibenmitte hin fand ich die AR 11823 als H und die 11827 als D. Im Norden war die 11828 als C, die 11831 als C und die AR 11825 als H sowie die 11829 als C zu sehen. Hinzu kam nördlich der 11831 noch eine nummernlose B-Gruppe.

Im H-alpha war die Aktivität noch ein wenig größer. Am Sonnenrand tummelten sich 14 Protuberanzen, die aber allesamt eher klein bis mittelgroß waren. Auf der Oberfläche fand ich 10 chromosphärische Fackeln und 11 Filamente, die aber nicht mehr so beeindruckend lang waren, wie noch vor ein paar Tagen.

Insgesamt ist die Aktivität derzeit scheinbar sehr hoch. Die hohen Relativzahlen kommen aber wieder mal ausschließlich durch eine Vielzahl von Gruppen und weniger durch die Zahl der Flecke zustande. Auch fehlen derzeit – mal wieder – die Gruppen der hohen Waldmeierklassen E und F. Daher ist dieser neuerliche Aktivitätsschub auch eher mit Vorsicht zu genießen. Inwieweit er einen Einfluss auf die Gesamtentwicklung haben wird und ob er am Ende die hohen Werte der bisherigen Höhepunkte erreichen wird, bleibt abzuwarten.

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