Samstag, 24. August 2013

Sonne am 23.08.2013



Am heutigen Tag musste ich wegen einer Unpässlichkeit zu Hause bleiben, dennoch hoffte ich auf eine Sonnenbeobachtung. Aus dem genannten Grund verpasste ich das morgendliche Beobachtungsfenster und so hoffte ich, am Nachmittag beobachten zu können, wenn die Sonne um mein Haus herum kommen würde.

Doch da schlug der allseits gefürchtete Schotte zu. Kaum war die Sonne weit genug gewandert, um mit meinem Teleskop erfasst zu werden und kaum hatte ich selbiges aufgebaut, kamen erst mal wieder Wolken und beendeten für mehr als eine Stunde den Versuch. Erstaunlicherweise kamen sie dieses Mal aus Richtung Osten, während sie sonst eigentlich eher aus Südwest bis Nordwest heranziehen, Danach musste ich mehrere Lücken abwarten, um die Beobachtung im Weißlicht zu beenden. Für die Relativzahl benötigte ich über drei Stunden, weil die Wolkenlücken immer wieder an der Sonne vorbeizogen, sie aber nur selten trafen.

Das Seeing war denn auch eher durchschnittlich, mal stand die Luft, mal flatterte der Sonnenrand wegen durchziehender Wolkenfetzen wie wild, mal war fast gar nichts zu sehen. Erst als am Abend dann der Himmel weitgehend frei war, konnte ich mich auch an die H-alpha-Beobachtung wagen. Hier schlug Murphy dann erneut zu, denn das Seeing war mittlerweile so schlimm geworden, dass teilweise weder Protuberanzen, noch Filamente zu sehen waren.

Im Weißlicht offenbarten sich mir am Anfang der Beobachtung wieder nur die Fleckengruppen mit Penumbra. Das ganze „Fleckengeschwader“ war nach Westen vorgerückt und aus dem Osten kam wieder kaum was nach.

Am Ostrand, bzw. teilweise schon herumrotiert, waren die AR 11820 und die AR 11830, beides D-Gruppen, die AR 11829 als A, die ich wie gestern schon nur in wenigen Augenblicken erkannte. Randnah standen die AR 11825 als C-Gruppe und die die AR 11831 als D. Darüber befand sich eine weitere C, die noch immer keine NOAA-Nummer erhalten hatte.

Hinzu kamen die AR 11827 als D auf der Südhalbkugel, die AR 11823 als H westlich des Sonnenmeridians und die AR 11828 als C auf der Nordhalbkugel.

In Momenten wirklich ruhiger Luft sah ich im H-alpha 8 Protuberanzen, 5 chromosphärische Fackeln und 12 Filamente. Zumindest zwei von Ihnen waren bemerkenswert, denn ein langes Filament ragte über den Rand hinaus und setzte sich dort in einer großen, aber flachen Protuberanz fort. Bei einem weiteren konnte sogar eine dreidimensional wirkende Bogenstruktur erkannt werden, bis das Seeing so schlecht wurde, dass an eine vernünftige Beobachtung nicht mehr zu denken war.

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