Samstag, 24. August 2013

Sonne am 24.08.2013



Ein völlig klarer Himmel erwartete mich an diesem Morgen. Da der Tagbogen der Sonne sich schon weit verkürzt hatte, stand die sie während meines knappen Beobachtungsfensters am Morgen erst knapp über den Bäumen, als ich mit der Beobachtung begann.

Mir schien, dass klarer Himmel immer weniger für eine Beobachtung taugte, denn heuer war das Seeing eine einzige Katastrophe. Der Rand wallte wie wild und die Flecken auf der Sonne schienen sich rhythmisch aufzupumpen und wieder in sich zusammenzufallen. Daher waren am Anfang eher weniger Einzelheiten zu sehen. Die AR 11831 stand als D-Gruppe direkt am Sonnenrand, schräg dazu eine kleine B. Die AR 11830 war dort nur noch eine J und die AR 11820 eine C. Die AR 11823 war als H jene Gruppe, die am deutlichsten „pumpte“. Auf der Nordhalbkugel fand ich noch die AR 11823 als A-Gruppe.

Die H-alpha-Beobachtung war zunächst eine völlige Enttäuschung, denn es ließen sich weder am Rand, noch auf der Oberfläche irgendwelche Details ausmachen. Das besserte sich erst nach einiger Zeit. Dann erkannte ich 12 Protuberanzen, 6 chromosphärische Fackeln und 17 (!) Filamente. Trotz deren hoher Zahl war nur eine wirklich herausragend: jene, die bereits gestern von der Oberfläche bis zu einer Protuberanz über den Rand hinaus reichte.

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