Montag, 21. Oktober 2013

Sonne im September

ACHTUNG: Niemals ungeschützt in die Sonne blicken, es drohen Augenschäden!!!


Sonne im September 2013

Die für ein vorgebliches Maximum sehr geringe Fleckentätigkeit der Sonne setzte sich auch im September fort. Zwar stieg die Zahl der Aktivitätsgebiete zunächst deutlich an und erreichte aber erst mit jeweils 7 Gruppen am 20. und 25. zwei Maxima, allerdings waren daran auch wieder nur Fleckengruppen der unteren Waldmeierklassen A bis D, H und J beteiligt. Die NOAA bestimmte am 2. und in Teilen am 3. die AR 11834 und die 11836 als E-Gruppen, während dies von der Kanzelhöhe, die bei Beobachtungen sich an der Ausrichtung der lokalen Magnetfelder orientiert, vollkommen anders gesehen wurde. Sie teilte die Gruppen anders ein und kam dadurch auch auf eine höhere Gruppenzahl als die NOAA.

Betrachtet man sich dazu die Zeichnungen der österreichischen Sternwarte, kommen einem schon die NOAA-Klassifikationen ein wenig komisch vor, zumal sich die beiden E-Gruppen nach einen bzw. zwei Tagen wieder aufgelöst haben sollen. Die nächsten Tage brachten wieder kaum Veränderungen oder Höhepunkte. Die Ansammlung der Fleckengruppen rückte zum Westrand vor, während aus dem Osten kein Nachschub herüberkam. So sank die Zahl der Fleckengruppen beständig ab, sodass am 8. nur noch zwei kleine Fleckengruppen vom Typ J zu finden waren. Einen Tag später gab es nur noch eine winzige A-Gruppe zu sehen und man wartete schon auf den ersten fleckenfreien Tag seit gut vier Jahren.

Nach diesem Tiefpunkt stieg die Aktivität wieder ein wenig an und erreichte am 12. mit 5 Gruppen wieder einen leichten Höhepunkt, doch schon einen Tag später ging die Aktivität wieder zurück, weil sich C- und D-Gruppen zu den Klassen A und B zurück entwickelten. Am 14. und 15. konnte man dann wieder nur eine einzige Gruppe (Waldmeierklasse J) finden. Danach ging die Zahl der Gruppen wieder leicht nach oben, um nach dem 24 wieder abzufallen. Am Monatsletzten gab es dann nur noch drei Gruppen. Insgesamt war die  Aktivität im September die niedrigste im ganzen Quartal.

Im Lichte des Wasserstoffs war die Sonnenaktivität noch niedriger als im Weißlicht. Neben einigen sehr sehenswerten Protuberanzen und Filamenten wurden während des ganzen Monats keine M- oder X-Flares registriert, lediglich solche der niedrigen Klassen b und c. So wirkte auch hier der September als der mit der niedrigsten Aktivität im 3. Quartal, wenn nicht sogar im ganzen bisherigen Jahr 2013.

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