Sonntag, 10. November 2013

Sonne am 10. November 2013



Einen Tag vor Beginn der fünften Jahreszeit gelang mir überraschend die zweite Beobachtung in diesen Monat. Allerdings nicht ohne Murphy Besuch. So konnte ich das erste Zeitfenster nicht nutzen, weil die Sonne erst hinter dem Hochnebel herauskam, als sie hinter Bäumen stand und die Lücke schloss sich wieder, als sie die Passage verlassen hatte. Also hieß es wieder, jede Menge Geduld aufbringen und hoffen. Dann kam eine Wolkenlücke, die aber zu kurz war, um die Beobachtung zu beenden. Erst eine gute Stunde später – am Himmel waren teilweise drei verschiedene Wolkenschichten unterwegs – riss es auf und ich konnte am Küchenfenster mit meinem kleinen 80/400er Refraktor mit der Beobachtung beginnen.

Die AR 11890 war auch heuer die auffälligste Gruppe, hatte aber Federn gelassen und wies eine fast völlig andere Form als noch am gestrigen Tag auf. Auch gehörte sie aufgrund der Länge nicht mehr der Klasse F, sondern nur noch der Klasse E an. Ich schätzte hier die Zahl der Flecken auf 40. Am Ostrand waren zwei J-Gruppen (noch ohne NOAA-Nummer) neu erschienen. Die AR 11893 war auch ein wenig in sich zusammen gefallen und gehörte nur noch zur Klasse H an. Ganz am Westrand fand ich die AR 11887 als A. In der Nähe der 11893 stand eine A ohne Nummer und nördlich der AR 11890 eine kleine B, auch ohne Nummer.

Für die H-alpha-Beobachtung musste ich die nächste Wolkenlücke abwarten, da aber war das Seeing schon wieder schlechter geworden. Ich fand am Rand 14 Protuberanzen (darunter zwei größere, eine büschelförmig, eine wie eine Rampe), 20 Filamente (eine davon dreidimensional) und 5 Flaregebiete. Den X-1-Flare von heute Morgen hatte ich natürlich verpasst.

Nun lege ich wieder eine fünftägige Zwangspause ein, da ich frühestens am nächsten Samstag, sollte ich dann zur Bochumer Herbsttagung fahren, am Sonntag beobachten kann, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

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