Samstag, 9. November 2013

Sonne am 9. November 2013



Stürmisches Wetter an einem freien Tag waren die Grundvoraussetzungen für eine Sonnenbeobachtung im November. Innerhalb der Woche sind derzeit keine Beobachtungen möglich, da sich die Auf- und Untergangszeiten unseres Tagesgestirn zu meinen Ungunsten entwickelten (im Dunkeln zur Arbeit, im Dunkeln wieder zurück).

Nachdem am vergangenen Woche trotz Sonnenschein wegen meiner Führungen auf der Bergedorfer Sternwarte alle Beobachtungen gescheitert waren, konnte ich heute endlich wieder einen Blick auf die Sonne werfen. Allerdings nur bei sehr schlechtem Seeing. Ständig durchziehende Wolken und eine Sonne, die direkt hinter einem meiner Nachbarhäuser aufging, um kurz danach hinter Bäumen zu verschwinden sorgten für ein etwa 30 minütiges Zeitfenster, das es zu nutzen galt.

Die erste Sichtung zeigte eine Sonne, die noch zum Teil hinter einem Schornstein stand, aber die große AR 11890 zeigte, die irgendwie an das Sternbild Corona Borealis erinnerte. Dann schälte sich die die AR 11893 als H- und die AR 11891 als D-Gruppe heraus. Dann fand ich noch die AR 11887 als J-Gruppe. Mehr Aktivitätszentren fand ich bei dem nun rasch schlechter werdenden Seeing nicht und auch an H-alpha war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Erst am Nachmittag riss die Bewölkung wieder auf. Damit hatte ich aber das Problem, dass mein PST im kräftigen Westwind stand. Das erschwerte meine Beobachtungen und die weiter durchziehenden Wolkenfetzen nervten ziemlich. Zwar fand ich 15 Protuberanzen, 12 Filamente und 7 Flaregebiete, war dann aber froh, die Beobachtung beenden zu können, weil Windstöße immer wieder in die Küche drangen und hier einiges umwarfen. Nach zwei beobachtungslosen Wochen konnte ich jedoch froh sein, überhaupt mal wieder was „live“ zu sehen.

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