Montag, 16. Dezember 2013

Sonne im November

ACHTUNG: Niemals ungeschützt in die Sonne blicken, es drohen Augenschäden!!!


Weißlicht:
Die hohe Fleckentätigkeit setzte sich zunächst im November fort, aufgrund des Wetters aber leider von vielen Beobachtern eher unbeachtet. Die AR 11884, am 27. Oktober erstmals als randnahe H-Gruppe zu sehen, war am 30. zur  E-Gruppe geworden, hielt die Klasse bis zum 4. November und fiel danach auf die Stufe D zurück.

Am 3. zeigte sich die AR 11890 ebenfalls als H am Ostrand, konnte aber schon einen Tag später der Waldmeierklasse E zugeordnet werden. Gleichzeitig pendelte die Zahl der Fleckengruppen zwischen 6 und 9 hin und her. Was in jenen Tagen besonders auffiel, war die enorme Größe der AR 11890, die mehr als 100 Flecken auf sich vereinigte und auch mit bloßem Auge (und Sonnenfinsternisbrille) klar zu sehen war. 

Am 8. überschritt sie die Grenze zur Klasse F, während alle anderen Gruppen sich zurückbildeten (von 8 Gruppen am 10. Gehörten drei zur Klasse A), sodass am 10. nur noch vier aktive Regionen zu finden waren. Danach stieg die Aktivität wieder leicht an und neben der AR 11890 hatte sich auch die 11897, am 12. als D-Gruppe auf der Südhalbkugel aufgetaucht, zur Klasse E entwickelt. Nach dem 16. war die AR 11890 nicht mehr zu sehen, weil sie um den Westrand herumrotiert war, so verblieb die AR 11897 als einzige E-Gruppe, umgeben aber von sehr vielen kleineren Fleckengruppen, die vorwiegend auf der Südhalbkugel zu sehen waren.   

Ab dem 17. gehörte sie dann ebenfalls zur Klasse F, wobei die Kanzelhöhe hier aber eher zwei dicht beieinander stehende E-Gruppen sah, die Zahl der Gruppen stieg in dem Zeitraum auf 12 bis 13 an. Die AR 11893, am 9. zum ersten Mal als H-Gruppe zu sehen, hatte sich sehr bedächtig weiterentwickelt und wurde erst am 19., als sie schon nah am Westrand stand, zur E-Gruppe, am 22. war sie dann den Augen der Beobachter entschwunden und war um den Rand herumrotiert. Nach dem 20. begann der sukzessive Zerfall der großen AR 11897 und nach dem 22. war sie dann auch nicht mehr zu sehen und befand sich auf der erdabgewandten Seite der Sonne. Zum gleichen Zeitpunkt ging die Aktivität spürbar zurück und man konnte nur noch etwa 4 aktive Regionen finden, die nur den unteren Waldmeierklassen angehörten. Am 27. fiel die Zahl der Flecken sogar auf drei ab, um am 28. wieder auf fünf anzusteigen. Am 27. war auch die AR 11907 erschienen und zählte schon ab dem 29. zur Klasse E. Der November endete also halbwegs mit einer leicht erhöhten Aktivität, die in diesem Monat vier E-Gruppen, von denen eine zur Klasse F aufstieg, hervorbrachte. 

Was besonders auffiel war, dass sich die Gruppen schön beiderseits des Sonnenäquators gruppierten und ein enormer Fleckenüberschuss auf der Südhalbkugel bestand.

H-alpha:
Die erhöhte Aktivität führte selbstverständlich auch zu einer ganzen Reihe von Ausbrüchen, großen Protuberanzen und langgeschwungenen Filamenten. Der erste größere Flare, ein M6, wurde am 1. um 19:53 UT in der AR 11884 registriert, gefolgt von einem M5 am 3. um 5:22 UT, ebenfalls aus der AR 11884. Am 5. gab es um 8:18 UT in der AR 11890 einen M2. 

Noch am selben Tag, um 22:12 UT, brachte die AR 11890 einen, allerdings nicht erdwärts gerichteten, X3-Flare hervor. Sie war auch für den M2 am 7. um 14:25 UT verantwortlich, ebenso wie für den zweiten X-Flare des Monats, dem X1 vom 8. um 4:26 UT. Auch der dritte X-Flare des Monats stammte aus dieser Region. Er stieg am 10. um 5:14 UT auf. Ein M2 hingegen, der am 11. um 11.18 UT beobachtet wurde, entstammte keine der gerade sichtbaren Aktiven Regionen. Danach wurde es spürbar ruhiger auf der Sonne. 

Erst am 15. Konnte in der unauffälligen AR 11899 um 2:29 UT wieder ein M1-Flare beobachtet werden. Die AR 11900 brachte am 16. um 7:49 UT und am 17. um 5:10 UT  je einen M1 hervor. Richtig los ging es erst wieder am 19. um 10:26 UT, als die AR 11893 einen X1-Flare – den mittlerweile vierten des Monats – ausstieß. Hier folgte am 21. um 11:11 UT ein M1. Die AR 11904 brachte es am 23. Um 2:32 UT ebenfalls zu einem M1, danach gab es bis zum Monatsende nur noch C-Flares zu sehen. 

Mit vier X-Flares gehörte der November dann neben dem Oktober schon zu den aktivsten Monaten im Jahr 2013.

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