Mittwoch, 1. Januar 2014

Sonne am 1.1.2014


Nachdem der Tag nach Regen bedeckt anfing, hatte ich kaum Hoffnung, das neue Jahr mit einer Sonnenbeobachtung beginnen zu können, schon aufgegeben. Gegen Mittag dann aber lichteten sie sich und ich konnte bei recht gutem Seeing mit der Beobachtung beginnen. Im Weißlicht hatte sich nur wenig verändert. Die AR 11934 stand als D-Gruppe hart am Sonnenrand, die AR 11936 hatte nach wie vor keine sehr großen Penumbren, dafür aber eine erstaunliche Länge, sodass ich sie auch weiterhin der Klasse F zuordnete. Dahinter stand die AR 11940 als D-Gruppe, weiter östlich die AR 11937 als B, die AR 11948 als D und die AR 11942 als J und die AR 11943 als A. Alle Gruppen waren schön entlang des Sonnenäquators ausgerichtet und befanden sich alle auf der Südhälfte der Sonne, die seit ein paar Monaten die deutlich dominantere war, ein Zeichen, dass wir uns in der Nachmaximumszeit befinden. Es gibt Überlegungen, die just in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift SONNE publiziert wurden, wonach der jetzige Aktivitätsschub mit dem Nebenmaximum identisch sein konnte, nachdem das Maximum wohl in den Februar 2012 fiel.

Nach der Weißlichtbeobachtung nahm ich mein PST zur Hand und wurde überrascht, denn im Südosten stand eine große, trichterförmige Riesenprotubranz. An der Stelle war im Weißlicht jedoch nichts zu sehen, was darauf hindeutet, dass dort demnächst eine größere Fleckengruppe erscheinen könnte. Ansonsten gab es aber nur noch wenige wirklich herausragende Materiebögen am Sonnenrand. 10 Protuberanzen, 9 Filamente und 5 Flaregebiete waren die Bilanz des Tages.

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