Sonntag, 12. Januar 2014

Sonne am 12.1.2014


Die Kartoffeln sind aufgesetzt, die Hähnchenbeine sind im Ofen und nun kann ich meinen heutigen Blogeintrag zur Sonnenbeobachtung beginnen. Zum x-ten Mal war der Himmel den ganzen Vormittag nahezu wolkenfrei, nur exakt zu dem Zeitpunkt, als ich mit der Beobachtung beginnen wollte, zog es gnadenlos zu. Allerdings taten sich zwischendurch immer wieder ein paar Wolkenlücken auf und jetzt ist der Himmel sogar wieder fast wolkenlos. Eigentlich ideale Voraussetzungen zum Beobachten des Tagesgestirns.

Wer so denkt, hat allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn zwischen Fernrohr und Sonne steht immer noch die Erdatmosphäre und die war heute extrem unruhig, das Seeing eine einzige Katastrophe. Der Wert für die Bildruhe lag bei 4 – nach der Kiepenheuer-Skala – und der für die Bildschärfe schwankte zwischen 4 und 5. Damit wurden alle kleinen Fleckengruppen und die Anteile kleiner Flecken in den größeren Gruppen für mich unsichtbar. Auch kurzfristige Schwankungen führten zu keiner Ergebnisverbesserung.

So erfasste ich, als die Sonne noch hinter einem der Bäume stand, bereits die AR 11944, die bereits weit nach Westen gerückt war, aber weiter zur Waldmeierklasse F gehörte, die AR 11951 als C, die AR 11949 als J und die AR 11952 ebenfalls als J. Im Norden tummelten sich die AR 11950, die ich für eine immer wieder mal aufblinkende A1 hielt, die AR 11948, die für mich auch nur eine J war und die AR 11946. Irgendwo bei dieser Gruppe habe ich dann noch eine einsame A gesehen, sodass ich Summa summarum 8 Fleckengruppen zählte. Dann war der Himmel erst einmal völlig zu und nach dem Kartoffelschälen klarte es wieder auf.

Das PST war griffbereit und so schaute ich mir auch noch kurz die H-alpha-Sonne an, aber das miese Seeing war hier um keinen Deut besser. Dennoch kam ich am Ende auf 11 Protuberanzen, 15 Filamente und 6 Flaregebiete.

Aufgrund des sehr schlechten Seeings waren auch heute keine weiteren Detailbeobachtungen möglich und ich konnte froh sein, trotz Sonnenschein überhaupt etwas zu sehen.

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