Samstag, 18. Januar 2014

Sonne am 18.1.2014

Eigentlich war nicht mit einer Beobachtung zu rechnen, denn seit Tagen sagten fast alle Wetterberichte einen bedeckten Himmel voraus. Meine letzte Beobachtung war schon 6 Tage her und ich glaubte nicht recht daran, mal wieder beobachten zu dürfen.

Der größeren Tageslänge zufolge stand die Sonne schon 10 Minuten früher über den Bäumen als sonst, doch der Himmel war völlig verschleiert und verschmiert. Realistisch war die Hoffnung zu beobachten nicht gerade, dennoch riss der Himmel irgendwie auf, die Cirren wichen aber nicht ganz, sodass ich nur abschnittsweise Fleckengruppen erkennen konnte und Luftunruhe und Bildschärfe auch ziemlich schlecht waren (beide Werte = 4). Dennoch reichte es für eine Relativzahl.

Der Anblick der Sonne gegenüber der letzten Beobachtung hatte sich vollkommen verändert. Im Osten standen zwei einpolige H- und eine J-Gruppe nahe des Sonnenrandes: die Aktiven Regionen 11956, 11958 und eine direkt am Rand und noch ohne Nummer, bei der man ansatzweise den Wilson-Effekt ahnen konnte. Im Norden fand ich die AR 11957 als D4 und ganz weit im Westen die AR 11948 als A1. Auf der Südhalbkugel waren deutlich mehr Fleckengruppen zu finden. Neben der AR 11958 und der AR 11952 als J-Gruppen, fand ich die AR 11955 als eine C2, die AR 11952 als weitere J1 und die AR 11949 H4. Die AR 11950 fand ich als nächste J1, womit die Zahl der Fleckengruppen insgesamt 10 betrug.

Obwohl der Himmel weißlich war, riskierte ich mit dem PST eine Beobachtung im H-alpha und es war fast, wie erwartet, der Hintergrund war hellorange und der Kontrast auf der Oberfläche fast nicht vorhanden, d.h. es traten nur ganz wenige Filamente und Flaregebiete hervor. Deren Zahl bestimmte ich auf 8 bzw. 4, dazu kamen sechs ziemlich kleine Protuberanzen, von denen eine v-förmig über den Sonnenrand schwebte, während eine andere einem Kasten nicht unähnlich sah.

Kurze Zeit später waren die Cirren dann wieder so dicht, dass an eine Beobachtung nicht mehr zu denken war.

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