Sonntag, 26. Januar 2014

Sonne am 26.1.2014



Für den heutigen Tag war seit Mitte voriger Woche viel Sonnenschein angekündigt worden und wenn derartige Vorhersagen in der Vergangenheit auch nicht immer zutrafen: heute war es dann nach sich auflösendem Hochnebel und hochnebelartiger Bewölkung klar geworden und als gegen 10 Uhr die Sonne über dem Nachbarhaus herauswanderte, wurde klar, das Seeing war auch heute nicht das Beste. Dafür waren die wolkenfreien Abschnitte und die Phasen ruhiger Luft größer und länger.

Gegenüber gestern hatte es einige Veränderungen gegeben. Die Aktiven Regionen 11957, 11955, 11958 und 11966 waren als A-Gruppen mit jeweils einem Fleck zu sehen. Die AR 11960 war eine H mit drei Flecken, die von einer gemeinsamen Penumbra umschlossen wurde. Auf Satellitenbildern vom SDO oder SOHO waren weitere kleine Flecken außerhalb der Penumbren zu erkennen, die unter den gegebenen Umständen aber in meinem kleinen 80/400er Refraktor nicht sichtbar waren. Die AR 11959 war eine D-Gruppe, die aus drei penumbralen Zonen gebildet wurde, die keine Flecken außerhalb der Hofgebiete aufwies. Ganz schwach und nur in ganz kurzen Augenblicken war dann noch die AR 11965 als B-Gruppe ganz nah an der Wahrnehmungsgrenze zu beobachten.

Die mittlerweile ganz ordentlich gewordenen Bedingungen – die Sonne stand zwischendurch immer wieder hinter Bäumen – ließen zu dieser Stunde sogar eine Beobachtung mit dem PST zu. 9 Protuberanzen, 8 Filamente und 4 Flaregebiete konnte ich zählen. Spektakuläre Erscheinungen waren nicht darunter, eine Mini-Protube ragte senkrecht über den Ostrand; hier ragte ein Filament über den Sonnenrand hinaus und mündete dort in eine bogenförmige Protube. Eine andere sah aus wie ein verwehender Trichter, im Süden erhob sich ein schmaler Bogen. Auf der Sonnenoberfläche gab es ein längeres Filament und jede Menge kleiner.

Derzeit scheint es, als ob die seit Oktober deutlich angestiegene Aktivität wieder leicht abnimmt, aber vielleicht erleben wir just auch nur eine kleine Ruhe vor dem nächsten „Fleckensturm“.

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