Mittwoch, 8. Januar 2014

Sonne am 8.1.2014



Pleiten, Pech und Pannen blieben mir auch am heutigen Tag erhalten, die anhaltende Pechsträhne beim Beobachten wollte auch heute nicht vollständig weichen. Bei wetteronline konnte man schön verfolgen, dass sich um die Mittagszeit, zwischen 12 und 13 Uhr ein Wolkenloch über der Stadt manifestieren würde und einigermaßen pünktlich wurde es denn auch heller und es kamen erste Wolkenlücken. Aber wie so oft, zogen die nördlich vorbei, waren im Westen und Osten zu sehen, nur nicht in Richtung Süden, wo ich dennoch einen Helligkeitsschwerpunkt beobachten konnte. Die Lücken im Gewölk zogen entweder oberhalb oder unterhalb an der Sonne vorbei, sodass ich mein kleines Teleskop nicht mal in die richtige Richtung positionieren konnte. Das ging eine ganze Zeit so – ich hatte schon aufgegeben -, doch dann kam ein größeres wolkenfreies Gebiet. Das aber zog wieder exakt an der Sonne vorbei, den Rest davon konnte ich dann für eine schnelle Beobachtung nutzen.

Bei recht gutem Seeing erfasste ich aber nur vier Aktivitätszentren: die schon mit bloßem Auge und Sofibrille bequem sichtbare AR 11944 als F60-Gruppe, die darüber stehende AR 11946 als D14, die AR 11948 als J1 und eine weitere, direkt am Sonnenrand stehende J1, derzeit noch ohne Nummer. Kaum die Fackelgebiete durchgezählt, war der Himmel wieder zu, zumindest in Richtung Sonne. Wolkenfreie Gebiete gab es dann wieder nördlich von mir. Kurz nachdem sich mein Beobachtungsfenster um 13:30 Uhr schloss, riss die Bewölkung auch in Richtung Süden auf, wie immer. Das Wolkenloch endete dann kurz, nachdem ich die Sonne auf der anderen Seite des Hochhauses durch mein PST erblickt hatte. Und momentan ist sogar der ganze Osthimmel klar, was mir überhaupt nichts bringt. So hatte Murphy auch heute wieder seine Hand im Spiel und erschwerte die Beobachtungen, wo es nur ging.

Dennoch gelang es mir, schnell die H-alpha-Relativzahl aus 8 Protuberanzen, 5 Flaregebieten und 14 Filamenten zu bilden und das, obwohl die Sonne hinter einem Baum stand, aber der gegenwärtige Wind ließ den einen oder anderen Blick zu.

Zwischendurch rief mich ein Freund an, der südlich von meinem Standort unterwegs war und von einem sehr klaren Himmel sprach. Statt, wie prognostiziert, die ganze Stadt zu erfassen, zog das Wolkenloch wieder nur im Südosten durch, wie an den beiden voraufgegangenen Tagen auch und ich saß wieder nur am Randgebiet davon und hatte mit allerleih Wetterungemach zu kämpfen.

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