Sonntag, 2. Februar 2014

Sonne am 2.2.2014

Der heutige Morgen begann mit einem strahlend blauen Himmel im Nordwesten und einem dichten Wolkenschleim im Südosten, wo die Sonne nur als Matschfleck zu sehen war. Das besserte sich erst, als unser Tagesgestirn hinter Bäumen stand und nur wenig von den beiden, derzeit sichtbaren großen Fleckengruppen zeigte. Als sie dann hinter der Hausmauer stand und nicht mehr erreichbar war, klarte es endgültig auf. Nun hieß es wieder warten. Bei der Nachbeobachtung kurz nach 11:30 Uhr zeigte sich dann, dass ich vormittags schon alle Gruppen gesehen hatte.

Im Norden stand die AR 11968, nunmehr als E-Gruppe, da sie sich deutlich verlängert hatte. Die AR 11967, die alte 11944, fand ich im Süden. Kleiner als beim ersten Durchgang, konnte ich die Gruppe nun auch mit der Sofibrille mit bloßem Auge sehen. Sie wies zwei dicke Hofgebiete im Osten auf, die aber längst nicht so groß waren, wie zwei Wochen zuvor. Hinter der AR 11967 hatte sich inzwischen eine neue B-Gruppe gebildet, noch ohne NOAA-Nummer (es wird wohl die 11970 sein). Mehr Gruppen waren an diesem Tag nicht zu sehen.

Die Bedingungen im H-alpha waren eher durchschnittlich, da die Sonne im Laufe der Beobachtung wieder leicht im Syph versank. Dennoch gab es eine Menge Details zu sehen. Ich zählte 15 Protuberanzen, darunter einige bogen- trichter- oder spitzkegelig geformt, die schon recht ansehnlich waren. Auf der Oberfläche sah ich nur zwei helle Gebiete rund um die AR 11967 und 11968, aber 16 Filamente, wovon nur eine größer war.

Die heutige Beobachtung war alles in allem mittelmäßig, die Sonnenaktivität scheint auch weiter eher in der Zeit nach dem Nebenminimum zu verharren. Darauf deutet vor allem die Tatsache hin, dass es entweder viele kleine oder ganz wenige große Gruppen gibt, wie just zu beobachten.

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